Menü

WISO: Preisschwankungen im Online-Handel willkürlich

Einer Analyse des Verbrauchermagazins WISO zufolge gibt es für das Auf und Ab der Preise von Waren im Internet keine nachvollziehbaren Gesetzmäßigkeiten.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 80 Beiträge
Verbrauchermagazin WISO

(Bild: obs/ZDF/ZDF/Rico Rossival)

Für den Einkauf im boomenden Online-Handel existieren keine allgemeingültigen Muster: Es gäbe keine Tage oder Zeiten, an denen Preise erkennbar günstig sind und ein Kauf damit besonders lohnend wäre. Zu diesem Fazit kommt eine umfangreiche Analyse von Internetpreisen im Auftrag des ZDF-Magazins WISO, die damit viele bisher mit deutlich geringerem Umfang gemachte Untersuchungen widerlegt.

Die Preisanalyse zeigt, dass die Preisfindungsalgorithmen der Anbieter oftmals sprunghaft und ohne erkennbaren Grund Produkte verteuern oder vergünstigen. Binnen weniger Stunden gab es Preisunterschiede von bis zu 70 Prozent.

Den größten Preisunterschied fand die Untersuchung bei einer Herren-Armbanduhr. Die Differenz zwischen dem teuersten und dem günstigsten Anbieter betrug 87 Prozent. Clemens Vest von Osnabrücker Preisagentur Preishoheit.de kann solche Differenzen nur durch den knallharten Konkurrenzkampf im Online-Handel erklären.

Die Preisagentur hat für die Online-Preisanalyse vom 1. Dezember 2015, 0.00 Uhr, bis 13. Dezember 2015, 24.00 Uhr, insgesamt 491.634 Einzelpreise von 100 Produkten beobachtet. Die Agentur hatte mittels so genannter Webcrawler im Zwei-Stunden-Takt 1748 Online-Händler von verschiedenen weltweit verteilten Servern abgefragt. Die 100 Produkte stammen aus den 20 verkaufsstärksten Kategorien der Online-Händler. Die bei Online-Einkäufen immer beliebter werdende Kleidung sowie Saisonartikel und Artikel mit Buchpreisbindung wurden hingegen nicht erfasst.

Über die Ergebnisse und Analysen berichtet das Verbraucher-Magazin WISO am kommenden Montag, 15. Februar 2016, 19.25 Uhr im Fernsehen, und parallel dazu im Online-Angebot. (pen)