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WLAN-Hotspots ohne Risiko nutzen

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Der Provider Hotsplots bietet seinen Vertragspartnern ab sofort die Möglichkeit, den Hotspot-Traffic über ein VPN abzuwickeln. Dabei baut die Basisstation einen verschlüsselten Tunnel zu einem Hotsplots-Server auf, über den der Internetverkehr der Hotspot-Nutzer läuft. Falls diese illegale Inhalte übermitteln, wenden sich die Ermittler so direkt an Hotsplots und nicht den Hotspot-Betreiber.

Realisiert wird der VPN-Tunnel mit einem OpenVPN-Client auf dem Router. Die Funk-Schnittstelle läuft weiterhin unverschlüsselt. Dadurch können Hacker in der Nähe des Hotspots den drahtlosen Datenverkehr belauschen und beispielsweise Mail-Passwörter abfischen, falls die Surfer ihre Post per POP3 oder IMAP abholen. Dagegen können sich Hotsplots-Kunden nun auch schützen: Sie installieren einen OpenVPN-Client für Linux, Mac OS oder Windows auf dem Notebook. Der sichert den kompletten Weg ins Internet inklusive Funkstrecke. Dafür stellt Hotsplots seinen Kunden eine individuell erstellte OpenVPN-Konfigurationsdatei bereit. Dieser VPN-Tunnel lässt sich auch an anderer Stelle, etwa in privaten WLANs oder an fremden LAN-Anschlüssen, nutzen.

Der Hotspot-Betreiber muss allerdings einen Router einsetzen, der das Betriebssystem OpenWRT unterstützt. Hotsplots bietet Firmware für verschiedene Modelle an. Hotsplots-Nutzer bezahlen 1,5 Cent pro Megabyte, der monatliche Gesamtbetrag ist auf 14,95 Euro gedeckelt. Die Hotspot-Betreiber erhalten einen Teil der Einnahmen. Kommerzielle Betreiber wie Hotels oder Gaststätten können auch Gutscheine verkaufen, die eine flexible Preisgestaltung zulassen.

Hotsplots bedient bislang 130 Hotspot-Standorte. Nach Angaben eines Firmensprechers will man diese Zahl durch den verbesserten Missbrauchsschutz und attraktive Preismodelle deutlich steigern. (uma/ct) / (ea)