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WLAN-MAC-Adressen: Google verspricht Opt-Out

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Die mobilen Ortungsdienste von Google und Microsoft nutzen zur Positionsbestimmung nicht nur GPS-Daten, sondern auch die Namen umliegender WLAN-Basisstationen. Bei Google weiß man, dass der Konzern hierfür nicht nur die Funknetznamen nutzt, sondern auch die eindeutigen MAC-Adressen erfasst.

Im Juni wurde bekannt, dass Google nicht nur die MAC-Adressen stationärer WLAN-Router erfasst, sondern auch die von Notebooks und Smartphones. Dabei landeten in den Google-Datenbanken auch die Adressen von Geräten, die nie als WLAN-Hotspots betrieben worden waren.

Nun will Google Konsequenzen ziehen: Im "European Public Policy Blog" verspricht Peter Fleischer, Google werde im Laufe des Herbsts einen Dienst bereitstellen, über den sich die Besitzer erfasster Geräte gezielt austragen lassen können (Opt-Out).

Fleischer arbeitet bei Google unter dem Titel "Global Privacy Counsel" als Datenschutz-Liason. In seinem Blog-Eintrag legt Fleischer zunächst ausführlich die Vorteile WLAN-basierter Positionserkennung dar: Mit ihrer Hilfe können Smartphone-Anwender auch an Orten ohne GPS-Empfang eine ungefähre Position erfahren und Transportunternehmen könnten die Ankunftszeiten von Bussen genauer ermitteln.

Der Blog-Eintrag lässt durchblicken, dass Google den geplanten Opt-Out-Dienst nicht ganz freiwillig bereitstellt, sondern "auf Bitte mehrerer europäischen Datenschutzbehörden". Der Dienst solle nicht nur in der EU bereitgestellt werden, sondern weltweit. Nähere Informationen zum Austragungsverfahren sollen folgen. (ghi)