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WSL-DistroLauncher: Linux-Schmusehilfe für Windows

Das Windows Subsystem für Linux (WSL) führt unter Windows 10 die Userland-Umgebung einer Linux-Distribution aus, etwa Ubuntu. Nun hat Microsoft die Bauanleitung freigegeben, um weitere Distributionen in den Microsoft-Store zu bringen.

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Linux-Schmusehilfe für Windows

Das auf GitHub veröffentlichte Projekt heißt WSL-DistroLauncher. Microsoft spricht von einer Referenzimplementierung, die unter der von Microsoft präferierten Open-Source-Lizenz steht, die auch andere größere Firmen wie Facebook, Yahoo, Twitter und Co. bevorzugen. Zuständig ist das WSL-Team und verspricht auf GitHub binnen drei US-Arbeitstagen auf Bug-Reports zu reagieren. Nutzbar ist der WSL-Distrolauncher für registrierte Entwickler mit Store-Zugang, aber auch für die Inhouse-Entwicklung, wenn man das Sideloading in den Einstellungen von Windows aktiviert.

Bei dem WSL-DistroLauncher Projekt handelt sich letztlich um die Hülle für eine App im Windows-Store und eine ausführbare Datei, die zusammen aus wenigen hundert Zeilen C++-Code bestehen. Sie erlauben das Einrichten aus dem Store und helfen, die Linux-Umgebung in einer Windows-Installation zu registrieren sowie für den ersten Gebrauch zu initialisieren, etwa durch Anlegen von Konten für einen Standardnutzer. Die eigentlichen Aktivitäten erledigen die einschlägigen Binärprogramm bereits in der im WSL ausgeführten Linux-Userlandumgebung, die als tar.gz-Archiv auf den Windows-PC gelangt sind.

Das Subsystem für Linux ist ein optionales Feature in aktuellen Versionen von Windows 10.

Das WSL mausert sich nach und nach zu einer nützlichen Beigabe. Die Terminal-Emulation ist besser geworden. Experimentierwillige können sogar grafische Anwendung mit einem zusätzlich unter Windows zu installierenden X-Server ausführen. Mit dem nächsten Großupdate für Windows 10 auf 1803 sollen auch Hintergrundprozesse laufen. Nach wie vor ist WSL als optionale Komponente einzurichten. Derzeit sind Ubuntu, openSUSE Leap 42, SUSE Linux Enterprise, Kali Linux und Debian im Microsoft-Store zu haben. Von Fedora, das von Anfang an angekündigt war, fehlt bisher jede Spur. Debian und Kali haben es überholt. Aber vielleicht wird es ja jetzt bald etwas. (ps)

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