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Wachstumstreiber E-Bikes: Fahrradbranche mit guten Geschäften

Das Interesse an elektrisch unterstützten Fahrrädern ist nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands "ungebremst".

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Bei einem Pedelec unterstützt der Elektromotor den Pedalantrieb und schaltet automatisch ab, wenn der Radfahrer mit dem Pedalieren aufhört.

(Bild: ZIV)

Deutschlands Fahrradbranche hat im ersten Halbjahr 2015 auch dank des insgesamt sonnigen und warmen Wetters gute Geschäfte gemacht. Mit schätzungsweise knapp 3 Millionen Drahteseln seien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 2 Prozent mehr Fahrräder verkauft worden als im Vorjahreszeitraum, teilte der Zweirad-Industrie-Verband am Dienstag vor dem Auftakt der Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee mit.

Wachstumsmotor für die Branche sind weiter die E-Bikes – bis Jahresende dürfte eine gute halbe Million solcher Fahrzeuge verkauft werden. Der Verband zeigte sich erfreut über das "ungebremste Interesse" und geht davon aus, dass das Segment mit 600.000 Stück mittelfristig 15 Prozent des Gesamtmarkts ausmachen wird. Der Export sei hingegen schwer einzuschätzen, da er im ersten Halbjahr sehr geschwankt habe; insgesamt seien die Exporte leicht unter Vorjahresniveau geblieben.

Wer bei der Radtour elektrische Unterstützung haben will, muss aber ordentlich etwas hinblättern – der Durchschnittspreis für ein Elektrorad liegt nach Angaben des Verbands des Deutschen Zweiradhandels bei 2100 Euro.

Die Messe Eurobike läuft von Mittwoch bis Samstag, 1350 Aussteller zeigen in 13 Messehallen Trends rund ums Rad. Auf Teststrecken können Pedelecs, also spezielle Elektrofahrräder, sowie Liegeräder getestet werden. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 45.000 Fachbesucher zu der nach Veranstalterangaben weltweiten Fahrrad-Leitmesse. (mit Material der dpa) / (anw)