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CES

Wärmebildkameras für Drohnenflieger

Wer beim Videodreh die Temperatur von Objekten wissen möchte oder in unzugänglicher Umgebung nach Leben sucht, braucht eine Infrarotkamera. Flir stellt Thermalkameras für Drohnen und eine robuste IR-Kamera für Handwerker vor.

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Wärmebildkameras für Drohnenflieger

IR-Kamera-Spezialist Flir stellt auf der CES neue Kameras mit IR-Sensoren vor. Zwei lassen sich unter Drohnen spannen, um zusätzlich zu herkömmlichen Videobildern auch die jeweils herrschenden Temperaturen zu erfassen.

Die Kameras sind so groß wie eine GoPro und passen deshalb auch genau in vorhandene Halterungen. Hier muss man also keine extra Befestigung anschaffen. Es gibt sie in zwei Versionen, eine kann die Temperatur nur auf dem über die Drohne verbundenen Display anzeigen, die andere erfasst die Temperaturen und speichert sie zu den Videobildern auf SD-Karte.

Beide nehmen auch ein herkömmliches Video mit Full-HD-Auflösung auf und überlagern dem Videobild das IR-Bild im Flir-eigenen MSX-Verfahren. So hat man stets im Blick, welche Temperatur zu welchem Objekt gehört. Man kann das Wärmebild alternativ auch als Bild-im-Bild in eine Ecke des Videobildes legen.

Flir IR-Drohnenkameras (5 Bilder)

Auf dem Bildschirm des Piloten werden das Vdeo und die aktuelle Temperaturdaten angezeigt.
(Bild: Ulrike Kuhlmann)

Der IR-Sensor hat 160 × 120 Pixel Auflösung. Die bessere Variante mit Temperaturspeicherung kostet 1300 US-Dollar, die simplere zum reinen Anzeigen der jeweiligen Temperatur gibts für 1000 US-Dollar. Beide Kameras sind seit dieser Woche in den USA im Handel und werden demnächst auch in Europa erhältlich sein.

Interessant sind die IR-Kameras an Drohnen für Inspektionen an unzugänglichen Bereichen, etwa auf einem hohen Flachdach. Auch die Feuerwehr und Rettungskräfte nutzen sie, etwa um Verletzte in starkem Rauch aufzufinden. Und Jäger cheaten damit, um festzustellen, wo die Meute steckt.

Die robuste Flir-Kamera C3 nutzt einen 80 × 60 Pixel großen IR-Sensor und überlagert das Kamerabild dem Wärmebild-

(Bild: Ulrike Kuhlmann)

Die zweite Flir-Kamera kommt in einem robusten, gummigeschützten Gehäuse und dient im Wesentlichen zur schnellen Erfassung von Schwachstellen im Haus und am Bau. Sie nutzt einen 80 × 60 Pixel großen Leap-Sensor, hält die Bilder im 165 Mbyte großen Speicher vor und kann diese per WLAN an den PC oder das Handy übertragen.

Die C3 hat ein 3-zölliges Touchdisplay und erfasst Temperaturen zwischen -10 und + 50 Grad Celsius. Auch sie integriert die MSX-Funktion, kann also Kamerabild und IR-Bild zu besseren Objekterkennung überlagern. Die C3 ist ab sofort im US-Handel erhältlich, sie kostet 700 US-Dollar und soll wie die Drohnen-Kameras auch in Europa auf den Markt kommen. (uk)