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Wahlbeeinflussung kontern: USA gehen gegen Russland etwas in die Offensive

Um die anstehenden Zwischenwahlen vor indirekter Beeinflussung durch Meinungsmanipulationen zu schützen, wollen die USA russische Täter nun direkt warnen.

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Gegen Wahlbeeinflussung: USA gehen gegen Russland etwas in die Offensive

(Bild: xusenru)

Die US-Behörden gehen vor den Kongresswahlen in die Offensive gegen russische Manipulationsversuche. Wie die New York Times am Dienstag berichtete, ist dies die erste bekannte Cyber-Operation im Ausland zum Schutz von US-Wahlen. Sie sei so ausgelegt, dass Russland kein Anlass gegeben wird, den Konflikt mit weitergehenden Maßnahmen zu eskalieren.

Dem Bericht zufolge konzentriert sich die für elektronische Kriegsführung zuständige Behörde, US Cyber Command, auf einzelne russische Akteure. Sie sollen davon abgehalten werden, Falschinformationen zu verbreiten und sich in die Wahlen einzumischen. Demnach warne Cyber Command diese Individuen, dass ihr Vorgehen beobachtet werde, schrieb die Zeitung unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsmitarbeiter.

Darüber, wie viele Personen kontaktiert worden seien und auf welchem Weg dies geschehen sei, wurden keine näheren Angaben gemacht. Das US-Justizministerium hatte am Freitag vor einer russischen Kampagne zur Beeinflussung der anstehenden US-Zwischenwahlen gewarnt.

US-Geheimdienste gehen aber nicht davon aus, dass Russland versuchen werde, die Wahlmaschinen zu hacken oder Wahlergebnisse direkt zu manipulieren. Russland versuche jedoch weiterhin, durch Verbreitung von Falschnachrichten die öffentliche Meinung zu beeinflussen und für Misstrauen in die Institutionen zu sorgen. Am 6. November finden in den USA die sogenannten Midterms statt, bei denen das gesamte Abgeordnetenhaus, ein Drittel des Senats und viele Gouverneure gewählt werden. (dpa) / (mho)

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