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Wahlkampf hält Einzug auf StudiVZ

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Im Wahlkampf können Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) künftig direkt mit den Nutzern des Social Networks StudiVZ in Kontakt treten. Die Parteien haben dort die Möglichkeit – ähnlich wie normale Nutzer – Profile zu gestalten, ihre Wähler zu informieren, "Freundschaften" mit Anhängern zu knüpfen und sich mit diesen auszutauschen. Die Profile sind seit heute freigeschaltet. In den Netzwerken StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ tummeln sich laut Angaben der Betreiber 10,4 Millionen Wahlberechtigte, davon 70 Prozent aller Erst- und Jungwähler.

Die Politiker können Nachrichten schreiben und andere Mitglieder grüßen. Profile haben jedoch nur die Parteien, die derzeit im Bundestag vertreten sind. Rechtsextreme Parteien wie die NPD werden keine VZ-Mitglieder, betonte StudiVZ-Chef Markus Berger-de León. Die Parteien haben ihre Profile selbst gestaltet, sie wollen diese im Laufe des Wahlkampfes mit Programmen, Fotoalben und Videos füttern.

Nutzer können ihre Profile mit einem Link versehen, der direkt zu einer "Wahlzentrale" führt. Diese ist von Mai bis September in StudiVZ und MeinVZ eingebunden. Hier werden die Nutzer zum Wählen animiert und über die Abstimmungen informiert. Bereits jetzt dürfen die Nutzer wöchentlich in einer "Sonntagsfrage" ihre Parteien-Präferenzen ausdrücken. Ab August gibt es zusätzlich eine Deutschland-Wahlkarte, die alle Kandidaten in den insgesamt 299 Wahlkreisen vorstellt. Die Wahl-Plattform wird von der Betreiberin StudiVZ Ldt. finanziert. Diverse Kooperationspartner aus der Medienbranche sowie das Informationsbüro Europäisches Parlament, das Projekt Politikfabrik und politik.de steuern ihre Informationsbeiträge zur "Wahlzentrale" bei.

Nach der Wahl zum Europarlament am 7. Juni folgen dieses Jahr Landtagswahlen im Saarland, Sachsen, Thüringen sowie in Brandenburg. Außerdem weist der Wahlkalender den 27. September als Termin für die Bundestagswahl aus. (anw)