Menü

Wahlkampf in den USA: Auch Republikaner wurden gehackt

Lange wurde in den USA über die Hackerangriffe auf die Demokratische Partei diskutiert. Nun müssen die Republikaner eingestehen, dass es auch sie getroffen hat.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 8 Beiträge
Iranische Hacker sollen Dutzende deutsche Universitäten ausspioniert haben

(Bild: plantic\Shutterstock.com)

Vor den US-Zwischenwahlen ist auch ein Wahlkampfkomitee der Republikanischen Partei gehackt worden. Wie das US-Magazin Politico berichtet, hatten unbekannte Hacker monatelang Zugriff auf E-Mail-Accounts von vier hochrangigen Mitarbeitern des National Republican Congressional Committee (NRCC). Das NRCC hilft republikanischen Kandidaten im Wahlkampf um Sitze im Repräsentantenhaus. Insgesamt seien Tausende E-Mails in die Hände der Angreifer gelangt, bis der Einbruch im April bemerkt wurde. Daraufhin seien das FBI informiert und Firmen mit der Gegenwehr beauftragt worden.

Keine der gehackten E-Mails sei seitdem an die Öffentlichkeit gelangt, schreibt Politico unter Berufung auf Eingeweihte. Auch sei kein Vertreter des NRCC unter Androhung einer Veröffentlichung erpresst worden. Derartige Informationen können aber auch anders genutzt werden. Das Komitee selbst hatte demnach entschieden, hochrangige Vertreter der Republikanischen Partei nicht über den Vorfall zu informieren. Stattdessen hätten sie ihre eigene Untersuchung abschließen wollen, ohne der Suche nach den Schuldigen zu schaden. Noch gibt es aber dabei offenbar keine Erfolge, denn beim NRCC gehe man lediglich privat davon aus, dass ein "ausländischer Handelnder" hinter dem Angriff steckt.

Für die Republikanische Partei ist der erfolgreiche Hackerangriff eine Blamage, erklärt das US-Magazin noch. Weil im Vorlauf zur vergangenen Präsidentschaftswahl in den USA offenbar lediglich die Demokraten Opfer von Hackerangriffen geworden waren, hatte zuletzt US-Präsident Donald Trump erklärt, seine Partei könne sich wohl besser verteidigen. Ob das NRCC sich aber hätte wehren können und was dafür nötig gewesen wäre, sei nicht klar, ergänzt Politico noch. (mho)

Anzeige