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Wahlmaschinen: Florida rudert zurück

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Der US-amerikanische Bundesstaat Florida will die papierlosen elektronischen Wahlmaschinen abschaffen, berichtet die New York Times. Florida war Vorreiter auf dem Gebiet der Wahlmaschinen, hatte jedoch mehrfach Ungereimtheiten und Abstimmungspannen verzeichnen müssen. Mehr als die Hälfte der Wähler Floridas stimmen auf papierlosen Wahlmaschinen ab, die den Lochkarten-Maschinen der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2000 gefolgt waren.

Gouverneur Charlie Crist will die Touchscreen-Wahlmaschinen abschaffen und an ihrer Stelle Wahlzettel-Scanner aufstellen. Diese haben den Vorteil, dass sich das Ergebnis im Zweifelsfall von Hand nachzählen lässt. Übergangsweise sollen die Touchscreen-Geräte einen Papierbeleg der Wahlstimme ausdrucken.

Der Republikaner Crist war erst vor einem Monat seinem Parteifreund Jeb Bush ins Amt gefolgt; die Abschaffung der papierlosen Wahl war bis dahin vor allem ein Anliegen der Demokraten und von unabhängigen Organisationen wie VoteTrust USA gewesen. Die Kosten der Umstellung werden auf 32 Millionen US-Dollar beziffert. Auch in anderen Wahlbezirken der USA wurden bereits papierlose Wahlmaschinen abgeschafft; nach Überzeugung der Experten geht von der Entscheidung Floridas jedoch eine nachhaltige Signalwirkung aus. (heb)

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