Waldmanagement mit Tablets und Smartphones

Das Start-up SilviaTerra hat Software entwickelt, mit der Förster und Holzbetriebe ihre Baumbestände katalogisieren können.

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Von
  • Ben Schwan

Das Start-up SilviaTerra hat Software entwickelt, mit der Förster und Holzbetriebe ihre Baumbestände katalogisieren können, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Zwei Produkte bietet die kleine US-Firma, die Wirtschaftlichkeit mit dem Erhalt von Biodiversität kombinieren will. Das erste heißt TimberScout (auch als kostenlose Variante namens Plot Reduce verfügbar) und identifiziert Veränderungen eines Waldes anhand von Satellitenbildern, die sich von Dienstleistern beziehen lassen. Die Spezialsoftware entdeckt Auffälligkeiten mittels maschinellem Lernen. Produkt Nummer zwei nennt sich PlotHound und wird kostenlos für Android- und iOS-Geräte angeboten. Diese App können Waldarbeiter zur direkten Erfassung von Baumbeständen nutzen.

Die Inventarisierung eines Waldbestandes ist bislang eine mühsame Aufgabe. "Die Leute werden schlichtweg mit Papier und Bleistift in den Wald geschickt", sagt Max Uhlenhuth, einer der Gründer von SilviaTerra. "Eine solche Truppe erfasst in einem Bereich von rund vier Hektar Wuchs und Spezies der verschiedenen Bäume, um den Gesamtbestand hochzurechnen." Dazu seien viele Stichproben notwendig, um möglichst alle statistischen Abweichungen abzudecken.

Alex Finkral, leitender Förster bei der Forestland Group, der fünfgrößten Waldbewirtschaftungsfirma der USA, glaubt, dass die SilviaTerra-Technik ein wichtiger Schritt sein könnte, Quantität und Qualität von Waldbeständen besser abschätzen zu können. Die Forestland Group ist Teil eines SilviaTerra-Pilotprogramms, das traditionelle Verfahren mit der neuen, digitalen Erfassungsmethode vergleicht. Große Landbesitzer, sagt Finkral, hätten sich ständig verändernde Bestände, deren Aktualisierung teuer sei. "Wir sparen uns mit der Software eine Armee von Leuten."

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(bsc)