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Walmart.com-Mitarbeiter protestieren gegen Waffenhandel

Mitarbeiter des Online-Shops Walmarts fordern den US-Handelsriesen dazu auf, den Verkauf von Schusswaffen und Munition einzustellen.

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Walmart betreibt in den USA mehr als 5.000 Filialen. In etwa der Hälfte werden Gewehre und Munition feilgeboten.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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Nach zwei tödlichen Angriffen in US-Filialen der Supermarktkette Walmart binnen weniger Tage mit insgesamt 25 Todesopfern reicht es einigen Mitarbeitern. Sie fordern den Handelsriesen, der der größte Arbeitgeber und einer der größten Schusswaffenhändler des Landes ist, dazu auf, den Vertrieb von Schusswaffen einzustellen.

Allerdings dürften sich die Aktivitäten bislang auf Büromitarbeiter der Webshop-Abteilung beschränken. Zwei von ihnen haben laut US-Medien gemeinsam zwei interne Rundschreiben verfasst. Ergänzend gibt es eine öffentliche Online-Petition, die inzwischen mehr als 43.000 Unterstützer gefunden hat. Am Dienstag hatten sich einige Mitarbeiter aus Protest "krank" gemeldet, Mittwochnachmittag verließen kleine Grüppchen ihre Büros vorzeitig, um gegen den Waffenhandel ihres Arbeitgebers zu protestieren.

Tatsächlich gefährdet sind zwar weniger die Webshop-Büromitarbeiter als vielmehr die breite Masse des Filialpersonals. Dieses kann es sich aber aus finanziellen Gründen kaum leisten, aufzumucken. Das Unternehmen sieht bislang auch keinen Anlass, sein Geschäftsgebaren zu ändern.

Im Vorjahr hatte Walmart das Mindestalter für Schusswaffenkäufe in seinen Läden auf 21 Jahre angehoben. Handfeuerwaffen sind nur in Alaska im Sortiment. Den Handel mit Sturmgewehren und Produkten, die so aussehen, hat das Unternehmen 2015 eingestellt. Zwei Jahre zuvor hatte es eine Begrenzung für die Abgabe von Munition eingeführt. Seither werden nur noch drei Schachteln Munition pro Tag und Person ausgehändigt. Letztes wurde damals mit Nachschubproblemen in Folge des Newtown-Massakers begründet. In einer Volksschule waren 20 Kinder und sechs Angestellte ermordet worden. (ds)