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Walmarts Video-on-Demand-Dienst soll nach Europa kommen

Die US-amerikanische Einzelhandelskette Walmart will den 2010 übernommenen und mittlerweile vollständig in den Konzern integrierten Video-on-Demand-Dienst Vudu nach einem Bericht von Variety künftig international anbieten. Die geplante Expansion umfasst laut Meldung rund 30 Länder. Den Anfang soll dabei bereits im Juni Mexiko machen, danach würden andere lateinamerikanische Staaten folgen. Auch Asien und Europa habe Walmart ins Visier genommen; der Start erfolge dort aber voraussichtlich erst zum Ende des Jahres.

Vudu war 2004 gegründet worden, der Dienst lief anfangs nur auf hauseigenen Settop-Boxen. Später schwenkte der Dienst auf Unterhaltungselektronikgeräte anderer Hersteller als Empfänger um. Mittlerweile ist Vudu über eine Reihe von Fernsehern und Blu-ray-Playern erreichbar, ebenso über Apples iPad sowie über die Spielkonsolen Playstation 3 und Xbox 360. Kunden können aber auch ihren Windows-PC oder Mac nutzen, um die (DRM-gesicherten) Filme anzuschauen.

Vudu lässt sich laut Betreiber ohne monatliche Grundgebühren oder eine über den Mietvorgang hinausgehende vertragliche Bindung nutzen. Auch Kauftitel sind erhältlich. Das Unternehmen wirbt zudem unter anderem damit, (ausgewählte) Filme früher als Netflix im Sortiment zu haben und zudem die größte HD-Auswahl auf dem US-amerikanischen Markt zu bieten. Ein neuer Streifen kostet, je nach Bildqualität, für 48 Stunden zwischen 4 und 6 US-Dollar. Die Preise der Kaufversionen aktueller Filme beginnen bei rund 18 US-Dollar (SD).

Der Dienst streamt die Videos mit einer Auflösung von bis zu 1080p/24 (24 Vollbilder pro Sekunde mit 1920 × 1080 Bildpunkten) und bis zu 7.1-kanaligen Ton. Wie auch bei deutschen VOD-Anbietern üblich, ist diese "HDX" genannte Fassung bei vielen Filmen jedoch nur über TV beziehungsweise Blu-ray-Player abrufbar, nicht aber am Rechner. (nij)

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