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Wanderausstellung "pong.mythos" in Frankfurt

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Als die Videospiele-Welt noch simpel war: Ping, Pong, Ping... [Bild: Owltom]

Nach Stuttgart und Leipzig widmet sich nun auch das Frankfurter Museum für Kommunikation den Ursprüngen und der Geschichte des Computerspiels. Unter dem Titel "pong.mythos" werden ab Donnerstag (16. November) Computer, Spielkonsolen und Videospiel-Geräte aus den frühen 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis heute gezeigt, die sich mit dem Klassiker der Videospiele befassen: Pong. Präsentiert werden zudem zeitgenössische Kunstwerke, die das Thema aufgreifen.

Das 1972 von Atari veröffentlichte Pong gilt als erstes Videospiel, das weltweite Popularität erreichte. Insgesamt verkaufte das Unternehmen mehr als 8000 Pong-Münzautomaten, die auch in Deutschland in zahlreichen Daddel-Hallen anzufinden waren. Zwei Spieler konnten dabei ein virtuelles Tischtennis-Match (Ping-Pong) bestreiten. Die Idee zu Pong geht allerdings auf das kalifornische Unternehmen Magnavox zurück, an das Atari später 700.000 US-Dollar für die Nutzung von Magnavox-Patenten zahlen musste.

Für das Weihnachtsgeschäft 1975 produzierte Atari erstmals auch Pong-Konsolen für den Heimgebrauch, die in Kooperation mit dem US-Handelsunternehmen Sears vermarktet wurden und reißenden Absatz fanden. Ein heute noch bekannter Nachfolger von Pong ist das Spiel Breakout. Wer die Spiele nicht kennt, kann sich an kostenlosen Online-Versionen von Pong und Breakout versuchen.

Das Museum für Kommunikation präsentiert mit der "Odyssey" von Magnavox unter anderem die erste Videospiel-Heimkonsole aus dem Jahr 1972 sowie den Prototyp eines Computers, bei dem Spiele mit den Gedanken der Spieler gesteuert werden können. Offiziell wird die Ausstellung bereits am Mittwochabend von Andreas Lange eröffnet. Lange ist Direktor des Berliner Computerspiele Museums, von dem die meisten Exponate stammen. (pmz)