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Warentest: Online-Vermittler machen Flüge oft teurer

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Zusatzgebühren, doppelte Stornokosten und erhöhte Preise nach der Buchung: Bei Flugvermittlern im Internet zahlen Urlauber nach Angaben der Stiftung Warentest oft unnötig drauf. Sie empfiehlt deshalb, Flüge direkt bei der Fluggesellschaft zu buchen. Dort kämen Verbraucher oft günstiger weg.

Einige Vermittler übernähmen den Buchungsvorgang selbst, statt wie eine Flugsuchmaschine zur Airline weiterzuleiten – und erheben dafür eine "Servicegebühr". Dieser Betrag könne mehr als 20 Euro zusätzlich zum Flugpreis betragen. Die Tester beobachteten auch, dass Flüge sich bei manchen Portalen nach der Buchung verteuern. Die Anbieter gäben keine Gewähr, dass der Kunde den Flug zum angezeigten Preis erhält. Ein anderes Ärgernis sei, wenn sich der Preis bei der Flugdateneingabe mit jedem Klick auf den "Weiter"-Button erhöht. Das sehe der Nutzer zwar – den Schnäppchenpreis kriegt er aber nicht.

Kann ein Flug nicht angetreten werden, entstehen nach Angaben der Warentester außerdem oft doppelte Stornokosten – einmal bei der Fluggesellschaft und einmal beim Vermittler. Nach Angaben der Warentester verlangen zwei Portale zum Beispiel 50 Euro pro Person. Das sind für eine vierköpfige Familie 200 Euro zusätzlich zu den Stornogebühren, die ohnehin bei der Fluggesellschaft fällig werden.

Bei der Überprüfung der Stiftung Warentest zeigte sich auch, dass einige Vermittler dem Kunden über spezielle Produkte wie ein "Rundum-sorglos-Paket" eine Reiserücktrittsversicherung unterjubeln wollen. Die Police fließe dabei in den Endpreis ein, ohne dass der Reisende sie vorher ausgewählt hat. Das sei nicht erlaubt, so die Stiftung. (anw)