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Warez.at versenkt

Die österreichische Schatzinsel für Softwarepiraten, Warez.at, wurde von der Business Software Alliance dichtgemacht. Wie die BSA mitteilt, wurde dadurch eine "Schaltstation krimineller Aktivitäten in Europa zerschlagen". Auf der Seite wurden früher Links zu zahlreichen geklauten und beliebten Softwareprodukten gepflegt und ständig aktualisiert – normalerweise sind die entsprechenden Links einem ständigen Wandel unterworfen. Nun prangt nur noch eine einzige Grafik auf der Seite, die allen, die es immer noch nicht wissen sollten, mitteilt, dass Raubkopieren illegal ist.

Auf dem Webspace von Warez.at selbst gab es keine illegale Software zu holen. Nur auf den verlinkten Seiten lagen Produkte wie Microsoft Office, Photoshop oder Dreamweaver zum Download bereit. Daher war es auch schwer, die eigentlichen Täter juristisch anzugreifen, die zudem über die ganze Welt verstreut arbeiteten. "Warez.at war ein Zentrum der europäischen Softwarepiraterie", sagt Georg Herrnleben, Regional Manager der BSA für Zentraleuropa. Er sieht in der Schließung der Site ein Zeichen für alle Piraten: "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum." Die Raubkopiererszene dürfte ihr Skull-and-Bones-Banner dennoch nicht allzu lange auf Halbmast wehen lassen, da ihr noch eine ganze Menge weiterer Anlaufstellen offen stehen. Aber die BSA arbeitet daran. (cgl)

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