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Warhammer Vermintide 2 angespielt: Die Ratten sind los!

Warhammer: Vermintide 2 stürzt die Spieler in die düstere Fantasywelt des Tabletops und verwöhnt die Fans mit einem kurzweiligen und detailreichen Koop-Gemetzel.

Warhammer Vermintide 2 angespielt: Die Ratten sind los!

(Bild: Fatshark)

Der schwedische Indie-Entwickler Fatshark verzichtet in Warhammer: Vermintide 2 auf Experimente. Teil zwei des Koop-Gemetzels ist eher Evolution denn Revolution. Die Spieler schlagen sich zu viert durch zerstörte Städte, düstere Höhlen und verfluchte Wälder, bis auch der letzte Vertreter einer Dämonenbrut vernichtet ist, die das Warhammer-Universum heimsucht. Nur ganz selten darf sich der Spieler mal für ein paar Sekunden ausruhen, bis sich die nächste Meute auf ihn stürzt oder der nächste Boss mit seinen Tentakeln oder Säurewerfern angreift. Da gilt es, zusammenzuhalten und nicht zurückzubleiben – denn irgendwo lauert ein Assassine, der sich auf den naiven Nachzügler stürzt.

Ähnlich wie im Vorgänger startet der Spieler von seiner Basis aus, in der er Missionen und seine Ausrüstung wählt oder Talentpunkte verteilt. Zwar folgen die Missionen einer groben Story, aber im Prinzip geht es nur darum, gesund durch den Level zu kommen. Auf dem Weg warten auf die Spieler fiese Bosse, Hunderte von Gegnern und kleine Aufgaben, in denen man Gefangene befreien oder einen Wagen mit Dynamit eskortieren muss.

Jeder Sieg wirft Truhen ab, die das Inventar mit Items oder Waffen auffüllen. Die zahlreichen Ausrüstungsgegenstände oder die Spezialisierung der einzelnen Charaktere bieten viel Platz zum Experimentieren. Obwohl die Gefechte chaotisch wirken, muss das Team die einzelnen Fähigkeiten ihrer Hexenjäger, Magier oder Krieger geschickt einsetzen, um die Mission zu erfüllen. Wer hier einfach nur drauflosschlägt, wird sich nur auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad behaupten können.

Passend zur Tabletop-Vorlage von Games Workshop geht es im Spiel äußerst blutig zu. Da spritzt das Blut und da fliegen die Körperteile. Man könnte dabei fast übersehen, dass die einzelnen Level-Abschnitte sehr aufwändig gestaltet sind und das düstere Warhammer-Universum so detailreich umgesetzt wurde wie kaum zuvor. Die sarkastische Vertonung und die dramatische Hintergrundmusik runden das stimmungsvolle Koop-Gemetzel ab. Mit dieser technischen Leistung braucht sich Vermintide 2 auf dem PC vor kaum einem großen Triple-A-Titel zu verstecken.

Es mag sicherlich taktisch anspruchsvollere Koop-Abenteuer geben, aber kaum eines davon bietet einen solch unkomplizierten und kurzweiligen Einstieg wie Vermintide 2. Jeder, der sich für das Warhammer-Universum interessiert und schon Stunden mit dem Vorgänger oder Left 4 Dead verbracht hat, wird sich hier wohl fühlen. Natürlich reichen bei einem reinen Multiplayer-Titel ein paar Spielstunden kaum aus, um auch das Zukunftspotenzial einzuschätzen. Fatshark scheint aber bis jetzt alles richtig zu machen: Sie haben ein bisschen an den Stellschrauben des Vorgängers gedreht und ihr Spiel mit einer sehr gelungenen technischen Umsetzung gekrönt. Dass die Schweden sich klar gegen die Loot-Box-Abzocke bekennen, dürfte Warhammer: Vermintide 2 weitere Bonuspunkte bei den Spielern einbringen.

Warhammer: Vermintide 2 ist am 08. März für PC erschienen und kostet ca. 28 Euro. Für unser Angespielt haben wir ein paar Stunden auf dem PC gespielt. (Andreas Müller) / (dahe)

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