Warnstreiks bei EDS

Mit Aktionen an allen 18 Standorten in Deutschland wollen Gewerkschaften und Betriebsräte das Unternehmen zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag bewegen.

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  • dpa

Mindestens zweistündige Warnstreiks haben die Gewerkschaften IG Metall und ver.di für heute beim IT-Dienstleister EDS angekündigt. Mit Aktionen an allen 18 Standorten in Deutschland wollen Gewerkschaften und Betriebsräte das Unternehmen zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag bewegen. Diese seien bislang zweimal verweigert worden. Neben Forderungen nach Gehaltserhöhungen ist vor allem die Beschäftigungssicherung zentrales Anliegen.

Die im vergangenen Jahr von Hewlett-Packard (HP) übernommene Firma hat bundesweit 18 Standorte, von denen der größte mit rund 1600 Beschäftigten in Rüsselsheim in der Nähe des Hauptkunden Opel liegt.

Die EDS-Mutter HP hatte angekündigt, im Rahmen eines weltweiten Restrukturierungsprogramms in Deutschland von bundesweit rund 4200 EDS-Arbeitsplätzen 1150 streichen zu wollen. Standortschließungen sind demnach in Ludwigsburg, Leuna, Wuppertal, Essen und Köln geplant. In Rüsselsheim wackelt nach Betriebsratsangaben jeder dritte Job. Dazu kommen 250 geplante Stellenstreichungen bei HP.

EDS war 1962 von dem späteren Präsidentschaftskandidaten Ross Perot in den USA gegründet worden. Nach zwölf Jahren unter dem Dach von General Motors wurde das Unternehmen 1996 wieder selbstständig, um 2008 vom weltgrößten Computerhersteller HP übernommen zu werden. Der deutsche Hauptsitz befindet sich in Düsseldorf. (dpa) / (anw)