Was motiviert Open-Source-Entwickler?

Ein Schweizer Wissenschaftler ist dieser Frage im Rahmen einer Dissertation nachgegangen. Das Ergebnis: Open-Source-Programmierer können sich besser mit ihren Projekten identifizieren und ihnen macht die Arbeit dafür mehr Spaß.

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Von
  • Oliver Diedrich

Eine Dissertation an der Universität Zürich ist der Frage nachgegangen, was die Entwickler von Open-Source-Software motiviert. Die Antwort ist wenig überraschend: Der Spaß am Programmieren und die verfügbare Freizeit sind die wichtigsten Faktoren für das Engagement der gut 1300 befragten Entwickler.

In ihren Details birgt die Untersuchung (PDF-Datei) jedoch durchaus Überraschungen: Lediglich gut die Hälfte der Programmierarbeit erfolgt in der Freizeit der Entwickler, 42 Prozent des zeitlichen Engagements für Open Source werden bezahlt – ein erstaunlich hoher Anteil. Autor Benno Luthiger Stoll merkt dazu an, dass dieser Wert in Wahrheit noch höher liegen dürfte: Bezahlt würden Entwickler eher in großen Open-Source-Projekten, die häufig über eine eigene Projekt-Infrastruktur verfügen. Befragt wurden jedoch bei Sourceforge, Savannah und Berlios aktive Programmierer, wo überwiegend kleinere Projekte gehostet werden.

Im Vergleich mit gut 110 Entwicklern aus Schweizer Software-Unternehmen zeigt sich, dass das Programmieren in Open-Source-Projekten mehr Spaß macht. Grund dafür sind jedoch nicht der höhere Druck oder die formalen Hierarchien in Firmenprojekten, sondern eine glaubwürdige Vision der Open-Source-Projekte und vor allem die größere Herausforderung an die Programmierkenntnisse. (odi)