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Was wirklich wahr war. Auflösung des zweiten Sommerrätsels

In 1589 Tagen geht es weiter mit der Fußball-WM. Weiter geht es auch mit dem Multikulti-inspirierten Sommerrätsel. Doch zuvor: die Lösung des Hardware-Rätsels.

Was wirklich wahr war. Auflösung des zweiten Sommerrätsels

Eine Olivetti M10

Während Frankreich nach der großen Feier von Engeln beseelt die Straßen fegt, hat Deutschland die große Pfanne sauber geputzt und die grünen Trikots umweltkonform entsorgt. Höchste Zeit, auch die Auflösung für das zweite Sommerrätsel zu enthüllen:

Frage 1 zeigte zwei Rückseiten zeitgenössischer Computer aus verschiedenen Epochen mit leicht verdeckten Anschlüssen. Einmal den NeXT-Computer mit von links nach rechts den Anschlüssen SCSI für externe Massenspeicher, 2×RS423 (die Maus wurde in die NeXT-Tastatur gesteckt), Display-Port, Monitor-Anschluss, Laserdrucker-Port und zwei mal Ethernet in den damals gebräuchlichen Varianten.

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NeXT (oben) und Olivetti (unten)

Die zweite Rückseite gehörte zu einem Olivetti M10 (s.o.) und bestand aus einem Reset-Knopf, dem Stromanschluss, dem seriellen Anschluss, einem Druckeranschluss, dem Anschluss für einen Kassettenrekorder und dem für einen Barcode-Reader. Das ganze kam üblicherweise in einem Köfferchen für den Außendienst oder (ohne Barcode-Leser) für rasende Reporter.

Frage 2 suchte den Atari Serial IO aus dem Jahre 1979, mit dem theoretisch bis zu 256 Geräte unter einem Host angeschlossen werden konnten.

Frage 3 wurde gleich mehrfach gelöst, denn hier war das EthernetAUI in seiner Urform gesucht, dass den Zusammenschluss von sehr sehr vielen Teilnehmern ermöglichte.

Frage 4 suchte den Commodore Serial Bus aus dem Jahre 1981, mit dem theoretisch 31 Geräte angeschlossen werden konnten. Am C64 war jedoch bei 27 Geräten Schluss.

Auch Frage 5 nach den MIDI-Ports von 1983 wurde erraten. Die Vernetzung erfolgte nicht nach Geräten sondern nach Kanälen. Und ja, es gab ein Netzwerk, das MIDIMaze zum Spielen.

Frage 6 suchte den Apple DesktopBus von 1986, was ebenfalls erraten wurde. Hier konnten maximal 16 Teilnehmer oder Geräte angeschlossen werden.

Frage 7 widmete sich dem ZX Interface von Sir Clive Sinclair von 1983, auch als QLAN bekannt. Hier konnten 63 Geräte zusammengeschaltet werden.

Frage 8 suchte den HPInterface Loop von 1980, der den Anschluss von 31 Geräten ermöglichte und mit dem HP 41 eingeführt wurde. Das sah dann so aus.

Frage 9 suchte das Gegenstück von Texas Instruments, den TI Hexbus für den Anschluss von 255 Geräten und einem Kontroll-Rechner.

Frage 10 suchte praktisch den MIDI-Nachfolger, den Digital ControlBus von Roland. Auch hier wurden keine Geräte, sondern Kanäle adressiert, auf denen mehrere Geräte angesprochen werden konnten. (Hal Faber) / (axk)

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