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Wasserdichte Android-Smartwatch innerhalb eines Tages schwarmfinanziert

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Und wieder wurde ein Smartwatch-Projekt innerhalb kürzester Zeit mittels Crowdfunding finanziert: In rund einen Tag bekamen die Entwickler der "Omate TrueSmart" über Kickstarter die erhofften 100.000 US-Dollar zusammen.

Zu Kickstarter-Preisen ab 179 US-Dollar sollen die Unterstützer eine "Standalone Smartwatch" erhalten – also eine autonome Uhr, die im Unterschied zu den meisten aktuell verfügbaren Modellen nicht mit einem Smartphone gekoppelt werden muss und dann "nur" als dessen zweiter Bildschirm dient. Vielmehr reiht sich die TrueSmart bei den autonomen "Handy-Uhren" mit vollwertigem Mobilbetriebssystem (hier Android 4.2.2) ein, mit denen man dank eigener SIM-Karte ohne zusätzliches Handy telefonieren und mobil im Internet surfen kann. Als Hauptprozessor soll eine Dual-Core-CPU vom Typ Cortex-A7 mit 1,3 GHz Taktfrequenz zum Einsatz kommen.

Aktuell existiert von der Omate TrueSmart nur ein Prototyp.

(Bild: Omate)

Zu den weitere Ausstattungsmerkmale der Uhr zählen 5-Megapixel-Kamera, Beschleunigungssensor und GPS. Das Gehäuse besteht aus Metall und ist – wie einige Smartphones – wasserdicht nach IP67. Für den Einsatz im Wasser hat die Uhr drei Knöpfe an der Seite, da der Touchscreen (mit Multitouch) dort nicht nutzbar ist.

Wer möchte, soll die Uhr aber auch per Bluetooth 4.0 Low Energy (alias Bluetooth Smart) oder WLAN (802.11b/g/n) mit jedem beliebigen Smartphone oder Tablet koppeln können. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile: Die als Handy-Zubehör kreierten Smartwatches müssen stets in der Nähe des Smartphones bleiben, damit der Kontakt nicht abbricht. In diesem Fall stellen sie ihren Dienst mehr oder minder ein. Wer eine autonome Smartwatch und ein Smartphone nutzt, muss wiederum zwei System konfigurieren und auf den neuesten Stand halten.

Als vollständiger Handy-Ersatz kann das "Standalone-Smartwatch" schon wegen des kleinen Displays (hier mit einem Durchmesser von 1,54 Zoll, also rund 3,9 cm) kaum dienen. Auch bei der TrueSmart müssen die Apps angepasst werden.

Die Pläne der Entwickler sind recht ambitioniert: Die ersten Developer-Modelle sollen bereits im Oktober ausgeliefert werden, das Serienmodell im November folgen. Auch ein Versand außerhalb der USA wird angeboten. Hier bleibt zu hoffen, dass Omate aus den Fehlern der Pebble-Macher gelernt hat, damit nicht auch diese Uhr vom deutschen Zoll gestoppt wird. (nij)

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