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Wasserwacht setzt Rettungs-Drohnen an Ostsee-Küste ein

Mit steigenden Temperaturen kommt auch die Badesaison in Fahrt. Die Rettungsschwimmer des DRK nutzen bei ihrer Arbeit für die Badesicherheit nun auch Drohnen.

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Wasserwacht setzt Rettungs-Drohnen an Ostsee-Küste ein

(Bild: K. Griesert/DRK)

Als erstes deutsches Küstenland setzt Mecklenburg-Vorpommern von der nun beginnenden Badesaison an Drohnen ein, um in Not geratenen Schwimmern zu helfen. Die DRK-Wasserwacht des Landes hat dazu handelsübliche Fluggeräte mit Sondervorrichtungen für Schwimmhilfen ausgestattet. "Die Drohnen sollen kein Personal ersetzen. Sie können in Notfällen aber schnell an der Unglücksstelle sein und dort Plastikschläuche abwerfen, die sich im Wasser automatisch aufblasen. Das kann helfen, Panik zu bekämpfen und Zeit zu gewinnen, bis die Rettungsschwimmer da sind“, erklärte Thomas Powasserat von der DRK-Wasserwacht Mecklenburg-Vorpommerns am Dienstag in Schwerin.

Kauf, Umbau und Ausstattung von 18 Drohnen hätten rund 54.000 Euro gekostet. Mit dem offiziellen Start der Badesaison am 15. Mai seien sie an 14 Badestränden an der Ostsee sowie an vier größeren Binnenseen des Landes im Einsatz, sagte Powasserat. Die Fluggeräte seien bis zu 85 km/h schnell und mit einer Kamera ausgestattet. Aus datenschutzrechtlichen Gründen würden die übermittelten Bilder lediglich für die Navigation und die Ortung Hilfesuchender genutzt und nicht gespeichert. Wie Powasserat weiter sagte, war das System in der Vorsaison von der Wasserwacht in Heringsdorf auf Usedom erfolgreich erprobt worden. Einen ähnlichen Drohnen-Einsatz im Rettungswesen gibt es nach seinen Angaben nur noch bei der Bergwacht in Bayern. (axk)