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Watch Dogs 2: Hacker mischen San Francisco auf

Im Nachfolger von Ubisofts Hacker-Actionspiel "Watch Dogs" kämpft ein junger Aktivist mit Gleichgesinnten gegen ein totalitäres Überwachungssystem – indem er seine außerordentlichen Hacker-Kenntnisse einsetzt.

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(Bild: Ubisoft)

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Ubisoft präsentiert auf der Gamescom den Nachfolger seines Hacker-Actionspiels "Watch Dogs". Anders als sein Vorgänger aus Teil1 präsentiert sich der Protagonist aus "Watch Dogs 2", Marcus Holloway, als sportlicher junger Mann, der grundsätzlich eher dazu neigt, elegant an Informationen heranzukommen und Gegner auszuschalten. Dazu verwendet er sein Smartphone, mit dem er die Kontrolle über alle möglichen Digitalgeräte übernehmen kann.

Marcus Holloway bewegt sich geschickt durch die Westküsten-Metropole, um Computer aller Art zu hacken.

(Bild: Ubisoft)

So muss er Daten aus einem bewachten Gebäude am Hafen von San Francisco stibitzen, wozu er Kameras deaktiviert und digitale Türschlösser knackt. Das Hacken gelingt leicht, indem er via Schultertaste Kameras, Autos, Klimaanlagen und Smartphones anvisiert und dann eine von bis zu vier verschiedenen Aktionen durchführt.

So lässt er beispielsweise die mobilen Telefone von Wachen klingeln, um sie abzulenken; oder er lockt sie durch gezielt ausgelöste Explosionen von ihrem Wachposten fort. Marcus ist in der Lage, Drohnen einzusetzen: eine fliegende und eine fahrende. Beide Drohnen erkunden gefährliche Gebiete und können gleichfalls hacken, etwa verschlossene Türen öffnen.

In der gesichteten Version gelang das Hacken der zahlreichen Computer und das Steuern der Drohnen ohne Probleme, allerdings muss der Spieler erst einige Missionen erledigen, damit ihm die Handgriffe unter Zeitdruck gelingen. Im Zweifelsfall kann er zu Waffe greifen und Gegner erschießen; alternativ setzt er Taser ein und betäubt die Kontrahenten.

Trailer zu "Watch Dogs 2" (Quelle: Ubisoft)

Laut Hersteller soll es möglich sein, das Spiel weitgehend ohne Mord und Totschlag zu meistern. Diese Prämisse einzuhalten, erwies sich in einer von der Redaktion gespielten Co-op-Mission als schwierig. Hier bestand Marcus' Aufgabe darin, zwei Gangster auszuschalten, um ihre Smartphones inclusive deren wertvoller Digitalinhalte in seinen Besitz zu bringen.

Während der Mission zeigten die KI-gesteuerten Wachen ein eigentümlich sensibles Verhalten, was besonders behutsames Vorgehen nötig machte und am Ende doch in eine wilde Schießerei ausartete. Andererseits reagierten die Gegner nicht auf die Flugdrohne, als diese in knapper Höhe über die Köpfe der Wachen hinweg flog.

Das Entwickler-Team schuf eine beeindruckende Spielwelt, die dem echten San Francisco nachempfunden ist. Markante Orte Der Bay Area darf Marcus besuchen, wahlweise mit Hilfe von Fahrzeugen, die er sogar via Hack-Aktion herbeirufen kann. Neben der verbesserten Fahrzeug-Steuerung macht sich die Kletterfreudigkeit des Helden positiv bemerkbar.

Kein Foto, sondern Spielegrafik: Die Entwickler haben San Francisco und dessen nähere Umgebung detailgetreu nachgebaut.

(Bild: Ubisoft)

Marcus schwingt sich auf Knopfdruck über Zäune und überwindet steile Mauern, ist allerdings nicht so flink wie die Helden aus der Serie Assassin's Creed. Dafür wirken die Missionen abwechslungsreich, und das Faible des Helden fürs Schleichen und Klettern passt gut zum Hacker-Thema, das die Entwickler in diesem zweiten Teil deutlich verfeinerten. Gleichwohl dürfen Action-Fans den agilen Marcus zur Kampfmaschine aufrüsten und mit den zahlreichen verfügbaren Waffen experimentieren. Einzelheiten zur Story gab Ubisoft noch nicht bekannt.

Erscheinen soll Watch Dogs 2 am 15. November 2016 für PS4, Xbox One und Windows. (vza)