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Wearables: Rasantes Wachstum prognostiziert

90 Millionen Wearables wie Activity Tracker, Smartwatches und Datenbrillen sollen 2014 verkauft werden. Diese Prognosen und Trends im Bereich Wearable Computing wurden auf der Wearable Technologies Konferenz in München vorgestellt.

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Josh Flood, Senior Analyst von ABI Research, präsentierte vor 400 Experten auf der Wearable Technologies Konferenz in München die Ergebnisse einer Studie zur Marktentwicklung für Wearables. Noch in diesem Jahr sollen sich nach seiner Vorhersage 90 Millionen Geräte verkaufen.

Dabei werden laut Flood – wie schon im vergangenen Jahr – neben Geräten aus dem Gesundheitsbereich vor allem Sportelektronik und Activity Tracker den größten Anteil im Wearable-Markt ausmachen. Smartwatches und Datenbrillen würden hingegen erst 2016 eine größere Käuferschicht ansprechen. Dennoch erwartet der Analyst auch mittelfristig großes Potenzial für den Markt. So soll der Absatz von Wearables bis Ende 2018 auf 485 Millionen verkaufte Einheiten ansteigen.

Isabel Pedersen, Autorin des Buchs "Ready To Wear", prognostizierte sogar eine Entwicklung hin zur zunehmenden Verschmelzung des Körpers mit Computer-Technik. Durch tragbare Kleinstrechner wie Smartphones würden sich die Nutzer heute an die Vorteile von Computertechnologien im Alltag gewöhnen und so eine immer engere Beziehung zu den technischen Hilfsmitteln aufbauen.

Als nächste Stufe dieser Entwicklung beschrieb Pedersen die Wearables, die die Verbindung zwischen Körper und Technik weiter verstärken würden. Eine mögliche Konsequenz dieser rasch fortschreitenden Trends seien Implantate, wie etwa die von Intel-Forschern für das Jahr 2020 prognostizierten Gehirn-Chips. Pedersen beschrieb Wearables als große Chance und zugleich als Herausforderung an die Gesellschaft. Deren Hersteller forderte sie deshalb dazu auf, die kulturellen Auswirkungen ihrer Technologien bei der Entwicklung zu berücksichtigen.

Ein weiteres Highlight der der Wearable Technologies Konferenz war die Präsentation von Roger Moore zum Thema Datenbrillen, in dessen Rahmen er Gestelle und Gläser von Rochester Optical für Google Glass ankündigte.

Neben zahlreichen Vorträgen waren auch viele Aussteller mit ihren Produkten vertreten. Fitbit zeigte bereits das neueste Modell seiner Activity Tracker, der im zweiten Quartal 2014 erhältlich sein soll. Sony präsentierte die SmartWatch 2 und den Activity Tracker SmartBand, der nicht nur Fitnessfunktionen bietet, sondern auch zum Life-Logging eingesetzt werden kann.

Einen vollwertigen Smartphone-Ersatz verspricht der Hersteller Neptune mit einem Prototyp seiner Smartwatch Pine, die mit einem 2,4-Zoll-Display und Android als Betriebssystem ausgestattet ist. Wir hatten die Gelegenheit die Neptune Pine auszuprobieren, erste Eindrücke vermittelt unser Bericht. (Florian Schumacher) / (nij)

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