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Web-Browser in PSP-Spiel aufgedeckt

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Findige Spieler haben eine Möglichkeit gefunden, wie sie die Downloadfunktion des PSP-Spiels "Wipeout Pure" als Web-Browser benutzen können. Sonys Playstation Portable (PSP) bietet selbst keine Funktionen, um im World Wide Web zu surfen, wohl bringt die Handheld-Konsole aber einen WLAN-Anschluss mit, über den man beispielsweise über eine Internet-Verbindung Firmware-Updates laden kann.

Das Rennspiel "Wipeout Pure" nutzt die Internetverbindung, um aus dem Spiel heraus weitere Fahrzeuge und Rennstrecken zu laden. Dazu nimmt das Programm Kontakt zur Seite "http://ingame.scea.com/wipeout/index.html" auf. Spieler haben nun herausgefunden, dass man dem Programm auch eigene Webseiten unterschieben kann, wenn man nur den DNS-Eintrag der PSP auf einen eigenen lokalen Nameserver umleitet, der beim Aufruf der Adresse auf eine andere Seite verweist. Diese Seite muss lediglich einen bestimmten Request-Befehl der PSP richtig beantworten, und schon kann man sich frei im Web bewegen, da das Spiel bereits einen funktionsfähigen Browser eingebaut hat. Die PSP erlaube gar Texteingaben über ein Onscreen Keyboard, heißt es in den ersten Beschreibungen. Nach ersten Tests soll die PSP neben einfachem HTML-Code ohne Frames auch JavaScript verarbeiten.

Sony selbst hat bisher keine konkreten Angaben gemacht, ob und wann ein offizieller Webbrowser für die PSP erscheinen soll. Die gefundene Lücke im Spiel "Wipeout Pure" könnte möglicherweise dazu genutzt werden, der PSP eigenen ausführbaren Code unterzuschieben, etwa in Form von getarnten Rennautos oder Strecken. Solcherlei Methoden wurden bereits bei älteren Konsolen angewandt. So ließ sich die Xbox beispielsweise durch einen manipulierten Text-Font dazu bewegen, fremden Code auszuführen. Bei dem Gamecube war es Hackern gelungen, mit Hilfe des Online-Spiels "Phantasy Star Online" der Konsole fremden Code über eine manipulierte Internetverbindung unterzuschieben. (hag)