Webbrowser Firefox 44 mit verbesserten Push-Nachrichten

Version 44 des Firefox-Browsers verschickt nun auch Push-Nachrichten von Websites, die nicht geöffnet sind. Zudem haben die Entwickler die Fehlerseiten verbessert und die RC4-Unterstützung entfernt.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 124 Beiträge
Firefox

(Bild: dpa, Mozilla Foundation)

Von
  • Daniel Berger

Der Firefox-Webbrowser kann nun auch Push-Nachrichten von Websites erhalten, die nicht in einem Tab geöffnet sind. Bislang musste die Seite geöffnet bleiben. Ähnlich wie Chrome informiert der Browser in einem kleinen Fenster über Freundschaftsanfragen, schlechtes Wetter oder Fußballergebnisse – sofern der Nutzer dies zulässt. In den Einstellungen lassen sich unter "Inhalt" die Benachrichtigungen komplett abschalten oder für einzelne Websites freigeben. Alternativ lässt sich in der about:config der Wert bei dom.push.enabled auf false ändern, um die Funktion komplett abzustellen.

Firefox 44 nutzt für die Notifications das Push API, ein W3C-Standard, der laut Mozilla "im Internet gerade an Fahrt gewinnt". Weitere Details über die (neuen) Möglichkeiten von "Web Push" erhalten Entwickler in einem Blog-Eintrag bei Mozilla Hacks.

Firefox 44 informiert verständlicher über unsichere Verbindungen.

Für die Wiedergabe von Videos greift Firefox nun auf den H.264-Codec des Systems zurück. Fehlt der Codec, verwendet der Browser alternativ den freien Codec VP9 und das Containerformat WebM.

Aus Sicherheitsgründen fehlt Firefox nun die Unterstützung der Stromverschlüsselung RC4. Sie gilt als veraltet und unsicher. Im Juli vergangenen Jahres hatten die Firefox-Entwickler bereits SSLv3 entfernt und RC4 nur für ausgesuchte Seiten erlaubt. Auch Chrome, Edge und Internet Explorer 11 werden sich noch in diesem Jahr von RC4 verabschieden.

Die Entwickler haben in Version 44 auch die obligatorischen Serurity-Fixes vorgenommen, drei davon korrigieren kritische Fehler. Details zu allen Fixes, Änderungen und Neuerungen haben die Release Notes parat. Firefox lädt sich das Update in der Regel automatisch herunter, alternativ steht die neue Fassung für Windows, Mac OS X und Linux zum Download bereit. (dbe)