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Webbrowser Microsoft Edge mit HTML5-Video statt Silverlight

Der neue Browser in Windows 10 spielt Videos mit HTML5-Techniken ab – zu denen auch das umstrittene Rechtekontrollmanagement DRM zählt.

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Microsoft Edge mit HTML5-Video statt Silverlight

Microsofts neuer Browser Edge wird das hauseigene Plug-in Silverlight definitiv nicht unterstützen. Zwar hatte Microsoft bereits Anfang Mai bekanntgegeben, dass es die Plug-in-Schnittstelle ActiveX nicht mehr fortführen will, doch war damals von Silverlight noch keine Rede. Dennoch kam diese Entscheidung nicht überraschend, denn erste Gerüchte über ein Silverlight-Ende kursieren seit 2011; seit der 2012 erschienenen Version 5.1 gab es nur noch Bugfixes.

Das 2007 eingeführte Silverlight sollte den Windows-Techniken und -Werkzeugen das Web erschließen, kam aber zu spät, um Adobes populärem Flash noch ernsthaft Marktanteile abzunehmen. Silverlight-Freunde können nach wie vor den Internet Explorer benutzen, der auch in Windows 10 das Plug-in unterstützen wird – oder bis auf Weiteres Firefox. Google schaltet bei Chrome derzeit den Support für NPAPI-Plug-ins ab; diese sind seit Version 42 nur noch über ein Flag (chrome://flags) aktivierbar. Außerhalb des Browsers laufende Silverlight-Anwendungen sind nicht betroffen.

Das Verschwinden von Silverlight (und absehbar von Flash) reißt in Sachen Video eine Lücke; Streaming mit adaptiven Bitraten, Buffering und Rechte-Management sind für HTML5 noch Neuland. Diese Lücke will Microsoft füllen mit DASH (Dynamic Adaptive Streaming over HTTP), MSE (Media Source Extensions), EME (Encrypted Media Extensions) sowie CENC (Common Encryption). An EME hatte sich vor zwei Jahren eine heftige Debatte entzündet: Diese W3C-Technik, an der Microsoft, Google und Netflix mitgewirkt haben, ermöglicht DRM im Browser. (Herbert Braun) / (vbr)

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