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Weg für Tele-Atlas-Übernahme durch TomTom ist frei

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Der Bieterwettstreit der Navigationsspezialisten Garmin und TomTom um den Geodaten-Vermarkter Tele Atlas ist beendet. Garmin zog am heutigen Freitag sein Angebot offiziell zurück. Nach der ersten Offerte von TomTom (21,25 Euro pro Aktie) hatten die Amerikaner Ende Oktober selbst ein Kaufangebot vorgelegt, das mit 24,40 Euro pro Anteil deutlich über dem Gebot des europäischen Konkurrenten lag. TomTom reagierte daraufhin ebenfalls mit einer Aufstockung und bietet den Anteilseignern nun 30 Euro je Tele-Atlas-Aktie. Damit wird Tele Atlas, das im vergangenen Geschäftsjahr 264 Millionen Euro umsetzte, inzwischen mit rund 2,9 Milliarden Euro bewertet.

Für Überraschung hatte am gestrigen Donnerstag noch die Mitteilung gesorgt, dass Garmin und TomTom ihre vor Gerichten in Großbritannien, den Niederlanden und den USA ausgetragenen Patentstreitigkeiten beigelegt haben. Streitpunkt war unter anderem ein Verfahren, bei dem berechnet wird, welche Straßen für eine Routenführung wichtig genug sind, um sie auf dem Display anzuzeigen. Auch warfen sich die Unternehmen gegenseitig vor, Design und Bedienkonzepte von portablen Fahrzeug-Navigationsgeräten abgekupfert zu haben. Einzelheiten der Übereinkunft wurden nicht bekannt, TomTom teilte lediglich mit, dass damit alle anhängigen Verfahren erledigt seien. (pmz)

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