Wegen Coronavirus: Microsoft gibt Umsatzwarnung für PC-Sparte

Microsoft hat seine Umsatzprognose nach unten korrigiert. Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus würden die Lieferkette in der PC-Sparte beeinträchtigen.

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(Bild: Denis Linine/Shutterstock.com)

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Microsoft hat aufgrund des neuen Coronavirus (SARS-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst) eine Umsatzwarnung ausgegeben: Die Folgen des Virus wirken sich auf die Lieferkette des Unternehmens in der PC-Sparte aus. Wie Microsoft am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte, könne das bisher anvisierte Umsatzziel nicht eingehalten werden. Demnach seien unter anderem die Bereiche Windows OEM und Surface "stärker als bisher erwartet betroffen".

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Microsoft hatte am 29. Januar bei der Umsatzprognose für das laufende Geschäftsquartal 2020 für das PC-Segment eine Spanne von 10,75 Milliarden US-Dollar und 11,15 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 9,85 Milliarden Euro bis 10,22 Milliarden Euro angegeben. Aufgrund der Unsicherheiten, die durch den Coronavirus entstehen könnten, habe man die Spanne bewusst breiter als sonst angelegt. Wie sich nun herausstellt, wird auch diese Umsatzprognose nicht erreicht werden. Microsoft wollte jedoch zunächst keine neue Umsatzschätzung abgeben. Das Unternehmen gab bekannt, dass lediglich die Sparte "More Personal Computing" betroffen sei, die Windows, Surface, Xbox und Bing umfasst. Für alle anderen Sparten bleiben die getroffenen Umsatzprognosen bestehen.

Microsoft teilte mit, dass der Schutz der Mitarbeiter, Kunden und Partner vor dem Coronavirus im Vordergrund stehe. Dies habe "oberste Priorität". Deshalb unterstütze Microsoft aktiv global die Gesundheitsrichtlinien der Gesundheitsbehörden. Dazu gehört auch, dass das Unternehmen für Hilfs- und Eindämmungsmaßnahmen spendet und Technik zur Unterstützung von Krankenhäusern und medizinischem Personal bereitstelle.

Die Microsoft-Aktie gab nachbörslich deutlich nach und notiert am frühen Donnerstagvormittag 170,17 US-Dollar. Das Wertpapier war im Januar noch überproportional angestiegen und hatte im Februar mit 190,70 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht.

Aufgrund möglicher Auswirkungen des Coronavirus auf Produktion und Lieferkette hatten auch andere Unternehmen ihre Umsatzprognosen korrigiert, darunter Apple. Probleme mit dem Coronavirus sorgten dafür, dass Produktionsstätten des Auftragsfertigers Foxconn zum Krankheitsschutz der Mitarbeiter in China heruntergefahren wurden. Zusätzlich wurden Apple Stores und weitere Verkaufsgeschäfte geschlossen. Mittlerweile wird die Produktion langsam wieder angefahren und auch Verkaufsstellen werden wieder geöffnet. (olb)