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Weibliche IT-Freelancer verdienen häufig weniger als männliche

In vielen Unternehmen bekommen weibliche externe IT-Fachkräfte geringere Stundensätze als ihre männlichen Pendants. Ein Grund dafür ist, dass sie weniger fordern.

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Die Hälfte der größeren Unternehmen in Deutschland zahlt weiblichen IT-Freelancern einen niedrigeren Stundensatz als männlichen. 38 Prozent sagen, Männer erhielten "etwas mehr", in 12 Prozent der Unternehmen ist es "deutlich mehr". Das ergab eine repräsentative Befragung von Unternehmen ab 500 Mitarbeitern von Bitkom Research im Auftrag der Etengo AG. Befragt wurden 304 IT-Vorstände, CIOs oder IT-Abteilungsleiter deutscher Unternehmen ab 500 Mitarbeitern.

41 Prozent der Unternehmen haben angegeben, dass Frauen und Männer gleich verdienen. 4 Prozent der Befragten sagten, dass weibliche Experten besser als die männlichen bezahlt werden.

Als Gründe für die geringere Bezahlung weiblicher externer IT-Experten geben 37 Prozent der Unternehmen an, dass Frauen in Verhandlungen über die Stundensätze eher nachgeben als Männer, 33 Prozent sagten, sie forderten von vornherein weniger. 25 Prozent der Befragten sagte, die weiblichen Freelancer verfügten über weniger Projekterfahrung oder stünden nur als Teilzeitkräfte für das Projekt zur Verfügung. 20 Prozent der Unternehmen nannte fehlendes Spezialwissen als Grund für Unterschiede bei den Stundensätzen.

"Wir sehen in Deutschland seit Jahren einen gravierenden Mangel an IT-Fachkräften, wenn wir diesen Bedarf decken wollen, müssen wir unbedingt mehr Frauen für Berufe in der IT-Branche gewinnen", fordert Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research.

78 Prozent der Unternehmen geben an, dass IT-Freelancer eine große Bedeutung für ihr eigenes Unternehmen haben. 51 Prozent der Unternehmen erwarten, dass die Bedeutung von IT-Freelancern in den kommenden sechs Monaten zunehmen wird. (anw)