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Weihnachtsgeschäft: Amazon zählt 10 Millionen neue Prime-Kunden

Amazon feiert Rekordzahlen aus dem Weihnachtsgeschäft. Der Streik an einigen deutschen Standorten hatte angeblich kaum Auswirkungen auf die Lieferung von Geschenken, wenngleich Verdi den Versandhändler "empfindlich getroffen" sieht.

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Weihnachtsgeschäft: Amazon zählt 10 Millionen neue Prime-Kunden

(Bild: dpa, Uwe Zucchi)

Der Online-Shopping-Riese Amazon hat nach eigenen Angaben im Zuge des Weihnachtsgeschäfts weltweit rund 10 Millionen neue Prime-Abonnenten gewonnen. Die Zahl stellt offenbar einen internen Rekord dar, obgleich Amazon in seiner Pressemeldung keine Vergleichszahlen zu den Vorjahren liefert.

In Deutschland zahlen Prime-Kunden derzeit jährlich 49 Euro und erhalten dafür unter anderem kostenlosen Versand für viele Artikel. Amazon meldet außerdem, dass 60 Prozent der Bestellungen von mobilen Geräten aus erfolgten.

Trotz des bis Heiligabend andauernden Streiks konnte Amazon laut dpa "fast alle" Bestellungen pünktlich ausliefern. Die Gewerkschaft Verdi sieht den Online-Versandhändler hingegen "empfindlich getroffen". Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger sagte, der Streik habe Lieferverzögerungen erzwungen. Außerdem habe das Unternehmen einen deutlich höheren Aufwand betreiben müssen, um seine Lieferversprechen einzuhalten.

Die Gewerkschaft hatte Mitarbeiter an den Standorten Graben, Leipzig, Bad Hersfeld und Rheinberg aufgefordert, ab dem 15. Dezember die Arbeit niederzulegen. Insgesamt hätten sich rund 2000 Mitarbeiter beteiligt, hieß es bei Verdi.

Der Tarifkonflikt dauert seit Mai 2013. Verdi will den deutschen Ableger des US-Giganten zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels zwingen. Amazon lehnt das strikt ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikbranche orientiere. (Mit Material von dpa) / (ane)

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