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Weitere Klage gegen Microsofts Echtheitsprüfung

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Kurze Zeit nach der Ende Juni eingereichten Klage gegen Microsofts WGA-Prüfung sind weitere Windows-XP-Nutzer vor Gericht gegangen. Laut US-amerikanischen Medien sind die nun ebenfalls vor dem Bezirksgericht in Seattle vorgebrachten Vorwürfe (PDF-Datei) vergleichbar mit denen, die kürzlich ein Windows-Nutzer zu einer Klage veranlasste: Das Prüfprogramm sei als Sicherheits-Update gekennzeichnet, obwohl es keines sei. Die bis vor kurzem ausgelieferte Beta-Version der WGA-Notification habe zudem Kontakt mit Microsoft-Servern aufgenommen. Damit verstoße Microsoft gegen Verbraucherrechte und Anti-Spyware-Statuten. Darüber hinaus arbeite die Echtheitsprüfung nicht exakt; regulär lizenzierte Windows-XP-Nutzer seien mit einer Popup-Warnung konfrontiert worden.

Als Kläger treten die Unternehmen Engineered Process Controls und Univex sowie drei Privatpersonen auf. Sie wollen zunächst den Status als Sammelklage erreichen und fordern Schadenersatz. Außerdem soll das Gericht die Verbreitung der WGA-Prüfung für illegal erklären und Microsoft dazu auffordern, die Nutzer darüber aufzuklären, wie die Software von ihren Systemen entfernt werden kann. Der Softwarekonzern solle dafür mit Antivirus-Softwareherstellern kooperieren und ein Software-Update entwickeln, das ohne WGA-Prüfung auskommt.

Mit der Echtheitsprüfung WGA (Windows Genuine Advantage) will Microsoft seit einiger Zeit feststellen, ob Windows XP mit einem CD-Schlüssel installiert wurde, der nach Ansicht des Unternehmens legal ist. Ein Update ergänzte die Prüfung (Validation) durch die "WGA-Notification", die immer dann aktiv werden soll, wenn ein scheinbar geklauter Schlüssel im System steckt.

Mit WGA will Microsoft vor allem Händlern auf die Spur kommen, die ihren Kunden Windows-CDs ohne Lizenz verkaufen. Wer unwissentlich auf einen solchen Händler hereingefallen ist und Microsoft Informationen über ihn liefert, den Kaufbeleg vorlegt und die Produkt-CD an Microsoft sendet, soll im Gegenzug ein legale Lizenz erhalten. Kürzlich dementierte der Softwarekonzern Gerüchte, WGA sorge für die Deaktivierung von illegalen Windows-Installationen.

Zur WGA-Echtheitsüberprüfung siehe auch:

(anw)

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