Weitere Klagerunde der US-Musikindustrie gegen Tauschbörsen-Teilnehmer

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 209 Beiträge
Von

Der Branchenverband der US-amerikanischen Musikindustrie Recording Industry Association of America (RIAA) hat weitere Tauschbörsen-Teilnehmer verklagt. Insgesamt seien es in dieser Runde 748 Personen, die auf den Filesharing-Plattformen von Kazaa, Grokster und LimeWire Copyrights verletzt haben sollen, berichten US-amerikanische Medien.

Die vorige Klagerunde der RIAA richtete sich Ende Mai gegen Studenten von 33 US-Universitäten. Neben diesen Klagen gegen Internet2-Nutzer hatte die RIAA seinerzeit zudem weitere 649 Klagen gegen User eingereicht, die über normale Internet-Tauschbörsen illegal urheberrechtlich geschützte Songs angeboten haben sollen. Damit hat die RIAA bis heute mehr als 11.000 Klagen eingereicht, von denen einige mit außergerichtlichen Einigungen und Schuldeingeständnissen der Nutzer abgeschlossen wurden.

In einer Stellungnahme begrüßte die RIAA die am Montag ergangene Entscheidung des obersten US-Gerichts im Fall Unterhaltungsindustrie vs. Grokster/Streamcast. Der Supreme Court hatte befunden, dass Hersteller von Produkten für Rechtsverletzungen von Dritten, die dieses Produkt nutzen, verantwortlich gemacht werden können, wenn das Produkt mit der Möglichkeit für Rechtsverletzung beworben oder mit diesem Ziel hergestellt wurde. Nun dürften nicht mehr nur Nutzer, sondern auch Tauschbörsenbetreiber selbst mit juristischen Auseinandersetzungen rechnen. (anw)