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Weitere Verschärfung bei Bewertungen: Amazon setzt Limit für Kundenrezensionen

Amazon hat nicht nur die Rezension zum Tausch gegen Produkte verboten, sondern auch noch ein Limit eingeführt: Kunden können nur noch 5 Bewertungen pro Woche schreiben, die kein "verifizierter Kauf" sind.

Tablet von Amazon

(Bild: dpa, Armin Weigel)

Amazon verschärft seine Regeln für Kundenrezensionen weiter: Neben dem generellen Verbot "anreizbasierter" Bewertungen hat der Onlinehändler auch die Zahl der Rezensionen begrenzt, die ein Kunde pro Woche verfassen darf. Das Limit liegt laut den vor einigen Tagen aktualisierten Richtlinien nunmehr bei fünf Bewertungen pro Woche.

Die sogenannten verifizierten Käufe, bei denen Amazon prüft, ob der Kunde das Produkt tatsächlich erworben hat, fallen dabei nicht unter das Limit. Bei den entsprechenden Bewertungen wird dann auch angezeigt, dass es sich hier um einen verifizierten Kauf gehandelt hat.

Bereits vergangene Woche war Amazon.de Amazon.com darin gefolgt, Rezensionen zu verbieten, die als Tausch gegen das jeweilige Produkt verfasst wurden. Zuvor war der Tausch von Produkten gegen das Verfassen einer Rezension explizit erlaubt, wenn dabei ersichtlich war, dass "sowohl positives als auch negatives Feedback willkommen ist" sowie der Verfasser in seiner Rezension auf das Tauschgeschäft hinwies. Zahlreiche Dienstleister hatten nach diesem Schema im großen Stil Bewertungen für Händler und Hersteller besorgt. In Folge der Regelverschärfung wurden Berichten nach rund eine halbe Million solcher Bewertungen auf Amazon.com gelöscht.

Für sich selbst macht Amazon allerdings auch in den neuen Regeln eine Ausnahme: Im Rahmen des Programms "Amazon Vine – Club der Produkttester" stellt der Online-Händler weiterhin kostenlose Produkte für Rezensionen zur Verfügung. Das Bereitstellen von Rezensionsexemplaren von Büchern ist explizit weiterhin gestattet, solange keine Rezension im Austausch verlangt wird.

(axk)

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