Weitere frei verfügbare Vorabversion des Service Pack 3 für Windows XP

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Anfang Februar stellte Microsoft den Release Candidate 2 des Service Pack 3 für Windows XP fertig. Als Release Candidate bezeichnet Microsoft üblicherweise Vorabversionen, die nur noch auf letzte Fehler geprüft werden sollen. Die Build-Nummer des RC2 war "3300". Einige Wochen später stellte Microsoft eine leicht aktualisierte Version des RC2 (Build 3311) der Öffentlichkeit zur Verfügung. Wer ihn bekommen wollte, musste ein kleines Skript laufen lassen, das einige Änderungen an der XP-Registry vornahm, woraufhin das Windows Update den RC2 findet und installiert.

Jetzt hat Microsoft nachgelegt und stellt einen "Release Candidate 2 Refresh" zur Verfügung (Build 5508). Auch dieser ist wieder mit Hilfe eines Skriptes über das Windows Update verfügbar (es handelt sich um das gleiche wie beim letzten Mal). Einem Forums-Eintrag eines Microsoft-Mitarbeiters zufolge unterscheiden sich die beiden Version nicht, Ausnahmen seien einige Fehlerbehebungen beim Update-Mechanismus und die hinzugefügte Unterstützung für HD-Audio. Voraussetzung für die Installation des RC2 ist laut Microsoft ein installiertes SP2.

Zugleich stellt Microsoft den RC2 auch als Komplett-Paket zum Download bereit, wahlweise auf englisch, deutsch oder japanisch. Doch obwohl die Pakete von der gleichen Seite wie das Skript herunterladbar sind (Überschrift: "Windows XP Service Pack 3 Release Candidate 2 Refresh"), handelt es sich zumindest bei der deutschen Version nicht um Build 5508, sondern um 3311. Ob auf diesem Wege irgendwann auch der neuere Build erhältlich sein wird, ist bislang unklar.

Das SP3 enthält vor allem Patches, ergänzt durch einige bereits separat erhältliche Zusätze, unter anderem Background Intelligent Transfer Service (Bits) 2.5, Windows Installer 3.1, Management-Console (MMC) 3.0 und Core XML Services 6.0. Wann die finale Version des SP3 erscheint, ist weiterhin unklar, Microsoft nennt wie gehabt lediglich das erste Halbjahr 2008 als Termin.

Letztlich dürfte ein längerer Reifeprozess dem SP3 jedoch eher guttun. Was bei überhasteter Freigabe eines Service Pack passieren kann, zeigte das Service Pack 1 für Vista, bei dem nach der Fertigstellung noch dermaßen viele Probleme gefunden wurden, dass Microsoft die ursrpüngliche Terminplanung mehrfach über den Haufen werfen musste. So stellte sich ein für die Installation des SP1 über das Windows Update notwendiger Patch als fehlerhaft heraus, und einige Treiber verhinderten die Installation gleich ganz. Immerhin bietet Microsoft mittlerweile kostenlosen Support für jederman an (Voraussetzung ist eine Live-ID), allerdings in Deutschland nur per E-Mail. Für andere Produkte, etwa den Internet Explorer 7 für Windows XP, bietet der Softwareriese mitunter auch einmal (zeitlich begrenzten) kostenlosen Support per Telefon an. (axv)