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Weltgrößte Flotte: Züge mit Brennstoffzellen für Hessen

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund will in wenigen Jahren die weltweit größte Flotte an Zügen mit Brennstoffzellen-Antrieb einsetzen. Die wurden nun bestellt.

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(Bild: Alstom)

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Die Nahverkehrszüge im Taunus sollen künftig von Brennstoffzellen angetrieben werden. Einen entsprechenden Großauftrag über 27 Züge mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Millionen Euro hat die Tochter des Rhein-Main-Verkehrsverbunds, Fahma, an den deutsch-französischen Zughersteller Alstom erteilt. Der Auftrag beinhaltet auch die Versorgung mit Wasserstoff am Industriepark Höchst – der dort als Nebenprodukt der Chlorproduktion entsteht –, die Instandhaltung sowie Reservezüge für die nächsten 25 Jahre, wie die beteiligten Unternehmen am Dienstag berichteten.

Der emissionsfreie Zug Coradia iLint von Alstom (7 Bilder)

Der Coradia iLint soll nicht nur keine giftigen Abgase von sich geben, sondern auch leiser als andere Züge sein.

(Bild: Alstom)

Laut dem Rhein-Main-Verkehrsverbund wird bis zum Fahrplanwechsel 2022/2023 die größte Brennstoffzellen-Flotte der Welt auf die Schienen gestellt. Technisch fußt der eingesetzte Triebwagen iLint auf einem vielfach erprobten Diesel-Zug des Herstellers Alstom. Wasserstofftanks und Brennstoffzellen ersetzen die Diesel-Komponenten. Für den Hersteller bedeutet die Bestellung aus Hessen den zweiten Großauftrag nach Niedersachsen für sein Brennstoffzellen-Modell.

Zumindest im direkten Betrieb eines solchen Zuges fallen keine klimaschädlichen Emissionen an, weil in einer Brennstoffzelle Wasserstoff kontrolliert mit dem Sauerstoff aus der Luft reagiert und so Strom für den Elektromotor liefert. Zwei schwere Batterien speichern zusätzlich die Bremsenergie und überschüssigen Strom aus der Zelle. Allerdings kommt reiner Wasserstoff in der Natur nicht vor, sondern muss mit hohem Energieaufwand aus Verbindungen wie Wasser gelöst werden. (mho)