Menü

Weltgrößter Chip-Auftragsfertiger optimistisch

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 2 Beiträge
Von

Nachdem gestern bereits UMC, der weltweit zweitgrößte Auftragsfertiger von Halbleiterbauelementen, zuversichtliche Stimmung verbreitet hat, folgt nun Branchenprimus TSMC: Auch hier soll der Umsatz im zweiten Quartal 2009 nahezu auf das Doppelte anwachsen wie im sehr schwachen ersten Quartal. Trotz des insbesondere im Vergleich zum Vorjahresquartal drastischen Rückgangs der ausgelieferten Wafer-Stückzahl um fast 60 Prozent auf 892.000 200-Millimeter-Äquivalente konnte TSMC noch einen winzigen Nettogewinn von 1,56 Millionen Neuen Taiwan Dollar (NTD, umgerechnet rund 36.000 Euro) retten.

Quell des TSMC-Optimismus ist der chinesische Markt: Hier geht es angeblich deutlich bergauf, wofür TSMC auch das Absatzförderungs- und Modernisierungsprogramm der chinesischen Regierung verantwortlich macht. In China versucht man derzeit, mit Finanzspritzen zwei Probleme in einem Rutsch zu lösen: Der lokalen Industrie neue Absatzmärkte im Inland als Alternative zur kriselnden Weltwirtschafte zu eröffnen und gleichzeitig die zwar arme, aber angeblich auch besonders sparsame Landbevölkerung mit modernen Haushaltsgeräten, Unterhaltungselektronik sowie PCs und Kommunikationstechnik und zu versorgen. Das chinesische Handelsministerium pflegt dazu eine Liste von Produkten, die bestimmte Maximalpreise nicht überschreiten dürfen, und für die Käufer unter bestimmten Bedinungen Zuschüsse erhalten.

Bei TSMC soll jedenfalls der Umsatz von 38,5 Milliarden NTD im ersten Quartal auf 71 bis 74 Milliarden NTD im zweiten Quartal hochschnellen. Rund 1,5 Milliarden US-Dollar will TSMC im laufenden Jahr investieren.

Gleichzeitig mit den Quartalszahlen gab TSMC zudem eine Kooperation bei der 40-Nanometer-Fertigungstechnik mit der Chipsparte des von Verlusten gebeutelten japanischen Elektronikkonzerns Fujitsu bekannt. Auch bei der 28-nm-Technik wollen die beiden Firmen kooperieren. (ciw)