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Weltraumteleskop Kepler: Der Tank ist leer

Neun Jahre war Kepler im All, fand Hinweise auf Tausende mögliche Exo-Planeten, doch jetzt ist dem Weltraumteleskop wie erwartet der Treibstoff ausgegangen.

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Weltraumteleskop Kepler: Der Tank ist leer

(Bild: nasa.gov)

Nach rund neun Jahren im All ist dem Weltraumteleskop Kepler wie erwartet der Treibstoff ausgegangen. Das Teleskop sei deswegen in den Ruhestand entlassen worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Kepler solle künftig in seiner sicheren Umlaufbahn um die Sonne bleiben.

Kepler habe Hinweise auf mehr als 2600 Exoplaneten entdeckt, schreibt die Nasa auf Twitter. Das Weltraumteleskop analysiere noch Daten, werde aber keine neuen beschaffen.

Der nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler (1571-1630) benannte Planetenjäger war 2009 in die Erdumlaufbahn gebracht worden, um nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu suchen.

"Als wir vor 35 Jahren angefangen hatten, uns diese Mission auszudenken, wussten wir von keinem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems", sagte der frühere Nasa-Forscher William Borucki. "Jetzt wissen wir, dass Planeten überall sind." Während der Mission traten allerdings auch immer wieder technische Schwierigkeiten auf, seit 2013 operiert Kepler nur noch in begrenztem Modus.

"Als Nasas erste Planetenjäger-Mission hat Kepler unsere Erwartungen bei weitem übertroffen und den Weg für unsere Entdeckungen und die Suche nach Leben in unserem Sonnensystem und darüber hinaus frei gemacht", sagte Nasa-Manager Zurbuchen. "Kepler hat uns nicht nur gezeigt, wie viele Planeten dort draußen sein könnten, sondern gleich ein komplett neues Forschungsfeld aufgetan, das die Wissenschaftsgemeinde im Sturm erobert hat." Zuletzt hatten die Forscher noch eine große Menge Daten von Kepler herunterladen können.

Exoplaneten (18 Bilder)

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Die bislang erdähnlichsten Exoplaneten – bestätigt und unbestätigt (*) – in einer habitablen Zone.
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Ein Nachfolger für Kepler hat sich bereits auf den Weg gemacht: Im April startete das Weltraumteleskop "Transiting Exoplanet Survey Satellite" (TESS) vom US-Bundesstaat Florida aus zur Planetensuche im All. Die rund 200 Millionen Dollar teure Mission ist zunächst auf etwa zwei Jahre angelegt. "Tess" ist ungefähr so groß wie ein Kühlschrank und hat vier Kameras. Wie Kepler beobachtet das Teleskop das Licht bestimmter Sterne. Wenn es kurz nachlässt, könnte das bedeuten, dass ein Planet vorbeigezogen ist. "Tess" könnte sowohl kleine steinige Planeten als auch riesige Himmelskörper finden – und soll insgesamt ein deutlich größeres Gebiet abdecken als Kepler.

Exoplanetenjäger TESS der NASA (8 Bilder)

Die Vorbereitung des Weltraumteleskops
(Bild: NASA)

(Christina Horsten, dpa) / (anw)

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