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Technology Review

Weltweiter CRISPR-Bann für Keimbahneingriffe gefordert

Top-Forscher plädieren für eine fünfjährige Pause bei Keimbahneingriffen mit Genscheren. Erst seien neue Richtlinien nötig, die diesen Einsatz regeln.

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Weltweiter CRISPR-Bann für Keimbahnengriffe gefordert

Führende Experten auf dem Genschere-Gebiet haben ein fünfjähriges Moratorium für den Einsatz der CRISPR-Technik in der Keimbahn gefordert. Emmanuelle Charpentier, Eric Lander und Feng Zhang und andere Forscher haben im Fachjournal Nature einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie zur Diskussion über die "maßgeblichen technischen, wissenschaftlichen, medizinischen, gesellschaftlichen, ethischen und moralischen Fragen" zur Technik aufrufen. Auf dieser Basis sollen dann Richtlinien ausgearbeitet werden, die den Einsatz regeln oder aber verbieten. Das schreibt Technology Review online in "CRISPR-Experten fordern globales Keimbahn-Moratorium".

Kollegen aus sieben verschiedenen Ländern und auch die National Institutes of Health in den USA schlossen sich dem Aufruf an. Die Unterzeichner hoffen, dass ein freiwilliges globales Moratorium den nächsten He Jiankui davon abhalten wird, für weitere unwillkommene Überraschungen zu sorgen. Der chinesische Wissenschaftler hatte per CRISPR-Genschere das Erbgut zweier Embryonen resistent gegen HIV gemacht. Die Kinder wurden 2018 geboren.

Chinas Gesundheitsministerium hat nach diesem ungenehmigten Keimbahneingriff Anfang März bereits Richtlinien beschlossen. Demnach brauchen chinesische Wissenschaftler eine behördliche Genehmigung, bevor sie riskante Prozeduren wie das Bearbeiten der Keimbahn mit Geneditier-Werkzeugen durchführen.

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(vsz)