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Weniger Stromverbrauch: Frankreich könnte AKW vorübergehend abschalten

Weniger Stromverbrauch: Frankreich könnte AKW vorübergehend abschalten

Welche AKW abgeschaltet werden könnten, gab EDF nicht bekannt. Im Bild das AKW Saint-Laurent.

(Bild: EDF)

Da die Wirtschaft in Frankreich weniger Strom verbraucht, erwägt der mehrheitlich staatliche Betreiber, AKW abzuschalten.

Der französische AKW-Betreiber Electricité de France (EDF) erwägt, mehrere Atomkraftwerke abzuschalten. Wegen der aktuellen Coronavirus-Pandemie seien Wirtschaftsbereiche zum Erliegen gekommen und vor diesem Hintergrund der Stromverbrauch um 20 Prozent gesunken. Daher könnten im kommenden Sommer und Herbst mehrere Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Welche AKW in Frankreich dafür im Gespräch sind, teilte EDF nicht mit.

Die Kapazität der Stromerzeugung werde auch durch Wartungsausfälle beeinträchtigt, teilte EDF mit [1] . Insgesamt geht das mehrheitlich staatliche EDF für dieses Jahr von einer gesamten Atomstromproduktion in Frankreich von 300 TWh aus, 2021 und 2022 werde sie jeweils voraussichtlich etwa bis 360 TWh betragen. In Frankreich sind derzeit fast 60 Atomkraftwerke am Netz, drei Viertel des Stromverbrauchs wird in dem Land durch AKW gedeckt. (anw [2])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4703707

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/downloads/18/2/8/7/9/8/7/8/edf.pdf
[2] mailto:anw@ct.de