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Werbebetrug per Android-App: Cheetah Mobile und Kika Tech bestreiten Vorwürfe

Die App-Entwickler Cheetah Mobile und Kika Tech weisen Vorwürfe des Werbebetrugs zurück. Einige Apps sind dennoch aus Googles Play Store verschwunden.

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Werbebetrug per Android-App: Cheetah Mobile und Kika Tech bestreiten Vorwürfe

Aus einem Präsentationsvideo für den CM Launcher 3D von Cheetah Mobile.

(Bild: Google Play Store)

Die Vorwürfe wiegen schwer: Nachdem der Adtech-Anbieter Kochava zusammen mit Buzzfeed in der vergangenen Woche gemeldet hatte, dass insgesamt sieben Apps zweier chinesischer App-Entwickler illegitime Methoden verwendet haben sollen, um sich Werbeprovisionen anzueignen, versuchen die Entwicklungsstudios Cheetah Mobile und Kika Tech die Vorwürfe zu entkräften – vorerst erfolglos.

Unsaubere Ermittlung vorgeworfen

In dem Bericht wird den Anbietern vorgeworfen, insbesondere Provisionen für neue App-Installationen zu Unrecht in die eigenen Firmenkassen zu lenken. In einer Folge von Pressemitteilungen streitet Cheetah Mobile ab, selbst für die dokumentierten Installationsvorgänge verantwortlich zu sein.

So habe Cheetah die Videodokumentation von Kochava nachvollzogen und dabei entdeckt, dass zwei Schnittstellen externer Anbieter für die falschen Provisionsberichte verantwortlich seien. "In der simulierten Umgebung werden diese Reports erstellt, selbst wenn unsere Apps deinstalliert wurden", schreibt das Unternehmen. Als Folge der Ermittlung habe Cheetah diese Schnittstellen aus seinen Apps entfernt.

Google wird aktiv

Kika argumentiert ähnlich: So seien in der von Kochava verwendeten simulierten Umgebung zahlreiche andere Apps installiert gewesen. "Im Zuge unserer Ermittlungen haben wie Kika auf ein sauberes Android-System heruntergeladen", heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Ergebnis: Das von Kochava beschriebene Verhalten sei nicht festzustellen gewesen.

Mit dieser Begründung haben die Unternehmen Google zumindest nicht überzeugen können. Wie Buzzfeed in einem neuen Artikel berichtet, hat der Android-Konzern in den Apps CM Filemanager und Kika Keyboard bei einer eigenen Ermittlung native Werbebetrugs-Routinen gefunden und die Programme deshalb aus dem App Store entfernt. Vier der anderen Apps, bei denen Kochava ähnliches Verhalten gefunden hatte, sind jedoch weiterhin online. Eine siebte App wurde vom Hersteller selbst entfernt. Laut Buzzfeed dauern die Ermittlungen noch an. (axk)

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