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Werbung in Wikipedia: US-PR-Agenturen veröffentlichen Selbstverpflichtung

Elf große PR-Firmen aus den USA haben auf Wikipedia eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin sprechen sie sich für die Einhaltung der objektiven Richtlinien auf Wikipedia aus.

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In der Debatte um werbliche bezahlte Wikipediaeinträge haben am Dienstag elf große PR-Agenturen aus den USA eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. In ihrem Statement auf Wikipedia erklären sie in fünf Leitsätzen, die Richtlinien zur neutralen und werbefreien Berichterstattung auf Wikipedia zu beachten und die Verhaltensweise auch an ihre Kunden weiterzugeben.

In ihrer Stellungnahme verdeutlichen die PR-Fachleute, dass sie und ihre Firmen die Bedeutung Wikipedias als "einzigartige und öffentliche Ressource des Wissen" anerkennen. Sie wollen, dass Wikipedia weiterhin seinen Auftrag als präzise und objektive Online-Enzyklopädie erfüllen kann. Dafür sei es unabdingbar, dass Kommunikationsexperten die Richtlinien von Wikipedia als Teil eines ethischen Bewusstseins verstehen. Darüber hinaus streben die PR-Firmen einen transparenten Austausch zu den Wikipedia-Redakteuren an. Die Beziehung zwischen beiden Seiten soll sich durch das Bereitstellen von aktuellen, genauen und nachweisbaren Informationen von Seiten der PR-Firmen verbessern. Sie hoffen dadurch langfristig eine positive Veränderung hervorzurufen.

Elf große US-PR-Agenturen sprechen sich für die Einhaltung der neutralen Berichterstattung auf Wikipedia aus

Das Statement unterzeichneten elf große PR-Agenturen, unter anderem Burson-Marsteller, Edelman und FleishmannHillard. Darüber hinaus haben fünf Organisationen, wie das Institute for Public Relations die Erklärung unterzeichnet. Vertreter aus Public Relations, Marketing, Social Media und anderen Kommunikationsfeldern werden in der Erklärung aufgefordert, sich ebenfalls den Richlinien zu verpflichten und mit ihrem Namen öffentlich auf der Wikipediaseite zu unterzeichnen.

Im Oktober hatte die Wikimedia Stiftung, die gemeinnützige Organisation hinter Wikipedia, eine Pressemeldung veröffentlicht, in der sie die werblichen Textbeiträge auf Wikipedia kritisierten. Sie würden damit gegen die objektiven und transparenten Grundsätze und Richtlinien von Wikipedia verstoßen. Die Stiftung hatte damals über 250 verdächtige Nutzerprofile gesperrt. (Friederike Holzweissig) / (axk)

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