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Western Digital kämpft mit den Folgen der Flutkatastrophe

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Für das am 30. Dezember 2011 abgeschlossene zweite Quartal des Geschäftsjahres 2012 meldet Western Digital (WD) einen Umsatz von rund 2 Milliarden US-Dollar. Damit bleibt der Festplattenhersteller gut 20 Prozent unter dem Resultat der Vorjahresperiode, während Konkurrent Seagate sogar mit höheren Umsätzen rechnet. Auch der Nettogewinn fiel mit 145 Millionen US-Dollar deutlich niedriger aus – im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011 konnte WD noch einen Gewinn von 225 Millionen US-Dollar ausweisen.

Das zurückliegende Weihnachtsquartal war geprägt von Produktions- und Lieferengpässen infolge der Flutkatastrophe in Thailand. Während der Hersteller in den letzten drei Monaten 2010 noch über 52 Millionen Laufwerke ausliefern konnte, verließen im Schlussquartal 2011 lediglich noch 28,5 Millionen Festplatten die Fabriken und Lager von WD. Allein im unmittelbaren Zusammenhang mit der Flutkatastrophe musste der Hersteller daher außerplanmäßige Kosten in Höhe von 199 Millionen US-Dollar ausweisen.

Seit Teile der Fertigung in Thailand Anfang Oktober 2011 stillgelegt werden mussten, habe das Unternehmen jedoch große Fortschritte bei der Wiederinbetriebnahme gemacht, verkündete nun President und CEO John Coyne. Am 22. Januar 2012 habe Western Digital auch die "Slider"-Produktion wieder aufnehmen können. Bis die Fertigungskapazitäten wieder das Niveau von vor der Flutkatastrophe erreichen, werde es allerdings noch einige Monate dauern – die WD-Führung rechnet damit frühestens Ende September 2012.

Bis dahin werden sich Handel und Verbraucher mit Lieferschwierigkeiten und gegebenenfalls auch höheren Preisen für einzelne Festplattenmodelle arrangieren müssen. Die Übernahme der Festplattensparte von Hitachi GST will Western Digital unterdessen bis spätestens Ende März unter Dach und Fach haben und die behördlichen Auflagen erfüllen. (map)

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