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Wettbewerb "Apps für Deutschland" soll Datenschätze heben helfen

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat in Berlin auf der Fachmesse Moderner Staat den Wettbewerb Apps für Deutschland gestartet. Programmierer, Designer und interessierte Bürger sind aufgerufen, Anwendungen vorzuschlagen, mit denen öffentliche Daten besser genutzt werden können.

"Offenes Regierungshandeln ist das Gebot der Stunde", sagte Friedrich zu dem Wettbewerb, der mit Preisen im Gesamtwert von 35.000 Euro winkt. Die von einer Jury bewerteten besten Vorschläge sollen zur CeBIT 2012 vorgestellt werden. Der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums wird von dem Government 2.0 Netzwerk Deutschland, dem Open Data Network und der Open Knowledge Foundation Deutschland veranstaltet.

"Wir wollen vor allem wissen, für welche Daten sich die Bürger eigentlich interessieren", so Friedrich. Die Vorschläge könnten aber auch Hinweise auf Probleme und Schwierigkeiten mit der Verwaltung sein. Offene Daten seien ein Rohstoff, der genutzt, kein Schatz der beschützt werde müsse, meinte Stefan Gehrke vom Open Data Network. Noch falle es vielen Behörden schwer, die Deutungshoheit über Informationen mit den Bürgern zu teilen. Das müsse sich ändern: "Nur ein aufgeklärter Bürger kann Politik und Verwaltung kritisch und konstruktiv begleiten."

Für den Wettbewerb werden öffentliche Daten vom Statistischen Bundesamt unter einer entsprechenden Lizenz zur Verügung gestellt. Ideen müssen bis zum 15. Dezember 2011 eingereicht werden, Anwendungen zum 1. Februar 2012. Eine Jury aus Wissenschaflern und "Vertretern der Zivilgesellschaft" bewertet die Einreichnungen. Geldpreise gehen an die drei besten Vorschläge in jeder Kategorie. Sonderpreise gibt es von Bremen und Berlin für Einreichungen, die Daten dieser Bundesländer nutzen. (anw)