WhatsApp-Gründer zur Facebook-Übernahme: Bedenken unbegründet

Seit bekannt wurde, dass Facebook WhatsApp übernehmen wird, sorgten sich viele Nutzer um ihre Daten. Das sei vollkommen unbegründet, erklärte nun WhatsApp-Gründer Jan Koum. Es werde so weitergearbeitet wie bisher.

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Messaging mit WhatsApp und die Alternativen

Die Übernahme von WhatsApp durch Facebook war ein Paukenschlag - und führte bei vielen Annwendern zu Überlegungen, ob es denn Alternativen zu dem äußerst beliebten Messaging- und Chat-System gibt. Vor allem End-to-End-Verschlüsselung kann ein gewichtiges Argument für den Wechsel sein.

Jan Koum, der Gründer des Messaging-Dienstes WhatsApp, hat Sorgen über den Datenschutz angesichts der Übernahme durch Facebook als unbegründet zurückgewiesen. In einem Blogeintrag erklärt er, wie wichtig ihm auch persönlich private Kommunikation sei, habe er doch in seiner Kindheit in der Sowjetunion erfahren, was es heißt, nicht frei am Telefon reden zu können. Deswegen sei WhatsApp um den Grundsatz herum aufgebaut, so wenig über die Nutzer zu erfahren wie möglich. Wenn WhatsApp das nach der Übernahme durch Facebook hätte ändern müssen, hätte das Unternehmen nicht zugestimmt, schreibt er weiter.

Mitte Februar hatte Facebook angekündigt, für insgesamt fast 14 Milliarden Euro WhatsApp zu übernehmen. Der Dienst hat gegenwärtig rund 450 Millionen aktive Nutzer und wurde wiederholt als Konkurrent für Facebook gehandelt. Immer wieder hatte es bei WhatsApp aber Sicherheitsbedenken gegeben; und auch wenn der Dienst seit August 2012 Verschlüsselung einsetzt, Ende-zu-Ende-Kryptographie bietet er nicht. Das heißt der Betreiber – in Zukunft Facebook – kann auf dem Server weiter mitlesen. Aber auch sonst blieben nach den jüngsten Veränderungen Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre. (mho)