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WhatsApp ermöglicht weiterhin Überwachung beliebiger Nutzer

Es ist ein seit Jahren bekanntes Problem: WhatsApp-Nutzer können nicht verbergen, ob sie online sind oder nicht. Daraus können Skripte Nutzungsprofile erstellen. Nun hat ein Sicherheitsforscher erneut darauf hingewiesen.

Whatsapp

(Bild: dpa, Martin Gerten)

Wie problematisch es ist, dass WhatsApp es seinen Nutzern nicht ermöglicht, den eigenen Online-Status zu verbergen, ist seit Jahren bekannt. Nun hat der US-Sicherheitsforscher Robert Heaton in einem ausführlichen Blogeintrag erneut darauf hingewiesen. Darin erläutert er, wie er mit einem kleinen Skript im Chrome-Browser überwachen kann, wann andere WhatsApp-Nutzer – und zwar nicht nur seine Kontakte – online sind. Dazu prüft die Erweiterung regelmäßig, ob die fraglichen Nutzer in dem Messenger als "Online" ausgewiesen werden und erstellt daraus ein grobes Nutzungsprofil. Schon aus diesen Daten lässt sich zum Beispiel gut abschätzen, von wann bis wann jemand schläft.

Auf das Problem hatten Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg bereits Ende 2014 hingewiesen und dafür unterschiedliche Schlafmuster in verschiedenen Ländern herausgefiltert. Wenige Monate später war das Tool WhatsSpy veröffentlicht worden, dass für diese Dauerüberwachung lediglich einen Raspberry Pi benötigte. Vor wenigen Monaten hatte dann ein niederländischer Sicherheitsforscher ein Skript öffentlich gemacht, das genau das erledigte. Er hatte darauf verwiesen, dass es sich hierbei nicht um eine Sicherheitslücke handelt, da lediglich öffentliche Angaben abgefragt werden. Zumindest die Anzeige als "Online" können Nutzer aber nicht abschalten und angesichts dieser Vorgeschichte erscheint es unwahrscheinlich, dass WhatsApp das ändern könnte.

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