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WiMAX-Netz in Berlin gestartet [Update]

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Die DBD Deutsche Breitband Dienste GmbH hat heute in Berlin zusammen mit Intel das erste WiMAX-Netz für Privatkunden in Betrieb genommen. Der Startschuss fiel im Ortsteil Pankow. Innerhalb der nächsten 18 Monate soll ganz Berlin unter der Marke MAXXtelekom versorgt sein. Das Angebot ermögliche Datenkommunikation mit einer Bandbreite bis zu 3,5 Mbit/s und Internet-Telefonie. Die Kunden müssen dafür mindestens 33,99 Euro monatlich zahlen.

Die DBD startete in diesem Sommer in Heidelberg ihr erstes stadtweites Netz, zunächst nur für Unternehmens- und institutionelle Kunden. Nach Berlin sollen in den kommenden Monaten weitere Städte erschlossen werden. DBD hat nach eigenen Angaben seit Anfang 2004 etwa 20 Breitband-Funknetze in ländlichen Regionen aufgebaut, in denen die Telekom aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen kein DSL anbietet. Das Breitbandangebot MAXXtelekom beruht auf dem Chip PRO/Wireless 5116 von Intel.

[Update]:
Als Ort für die erste Berliner Basisstation wurde der Bezirk Pankow gewählt, da es dort aufgrund der fehlenden technischen Voraussetzungen keine DSL-Anschlüsse gibt: Nach 1990 wurde Pankow mit Glasfaserkabeln ausgestattet. Bis heute surften 70.000 Haushalte, Gewerbe- und Freiberufler dort überwiegend mit einem 56k-Modem. Dass diese Breitband-Versorgungslücke nun geschlossen wird, haben die Pankower auch den Verhandlungen der "Bürgerinitiative für Breitbandinfrastruktur in Berlin-Pankow" mit der DBD zu verdanken.

"WiMAX ist kein Hype, sondern Realität", betonte Jürgen Thiel von Intel. "Mit WiMAX wird die Funktechnologie einen neuen Level erreichen. Wir betrachten WiMAX als komplementäre Technologie. UMTS, WLAN und WiMAX werden sich ergänzen." Der Prozessorhersteller kündigte WiMAX-Lösungen für Notebooks für Ende 2006/Anfang 2007 an. PDAs und Handys sollen ein Jahr später WiMAX-fähig sein. (Barbara Lange) / (Barbara Lange) / (anw)

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