Menü

Widerun: Fahrrad-Training mit Virtual Reality

Virtuelle Welten sollen das Training auf dem Heimtrainer spannender machen. Als Grundlage dafür dienen das eigene Fahrrad, eine Halterung sowie eine VR-Brille.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 60 Beiträge
Widerun: Fahrrad-Training mit Virtual Reality

(Bild: Widerun)

Widerun will Trainingseinheiten auf dem Trimmrad durch den Einsatz von Virtual Reality aufwerten. Per VR-Brille Oculus Rift, Samsungs Gear VR oder einem Smartphone mit Brillenaufsatz sollen hierzu endlose 3D-Welten angezeigt werden, auch Spiele, die das Fitnessprogramm spannender machen, sind geplant.

Der aktuelle Prototyp des Unternehmens nutzt ein bereits vorhandenes Fahrrad mit einem Felgendurchmesser zwischen 26 und 29 Zoll. Dessen Hinterrad wird in eine Halterung eingehängt. Über Bluetooth Smart wird dieser Aufbau mit einem Rechner oder Smartphone verbunden, ein Sensor in der Lenkstange des Rads soll Richtungsänderungen bis maximal 60 Grad in der virtuellen Welt ermöglichen. Darüber hinaus sollen auch Geschwindigkeit und Beschleunigung akkurat in die VR-Umgebung übertragen werden. Durch eine Erhöhung des Widerstands am Hinterrad wollen die Macher zusätzlich Steigungen simulieren.

Wer keine VR-Brille besitzt, soll Widerun auch an einem Smart TV oder Monitor nutzen können. Über eine Online-Plattform werden sich auf Wunsch die Ergebnisse einer Tour speichern und mit Freunden vergleichen lassen. Schweiß unter der VR-Brille und ein damit verbundenes Beschlagen der Linsen will der Hersteller durch ein Zubehör namens About Face verhindern. Dabei handelt es sich um Kunststoff- bzw. Schaumstoff-Aufsätze, die zwischen Stirn und Brille geklemmt werden und einen Luftstrom innerhalb der Brille ermöglichen sollen.

Unterschiedliche Welten, die von Naturkulissen, Städten, Videospielumgebungen und Zeichentrickfilmen inspiriert wurden, sollen die Trainingseinheiten immersiver wirken lassen. Als Kulissen angekündigt wurden die chinesische Mauer, eine düstere Umgebung namens „Run Fast“, ein pixeliges Setting namens „Toon City“ oder eine vier Jahreszeiten umfassende Naturlandschaft. Neben diesen Eigenkreationen wollen die Macher Hobbyentwickler weltweit mit einem SDK dazu motivieren, eigene VR-Welten für Widerun zu erstellen.

Derzeit suchen die Entwickler über Kickstarter noch nach Geldgebern. Von den anvisierten 30.000 britischen Pfund sind bereits 6.800 Britische Pfund beigesteuert worden. Für 250 Britische Pfund wird ein Paket angeboten, welches aus der Halterung, dem SDK sowie zehn VR-Welten besteht. Die Auslieferung soll jedoch erst im April 2016 erfolgen. (axk)

Anzeige
Anzeige