Menü

Wiedergabe-Software VLC 3.0 unterstützt 360-Grad-Videos, 8K, 4K60, HDR und Chromecast

Die neuste Version des VLC Media Players wartet mit vielen neuen Funktionen auf und bestärkt damit den Ruf als universeller Video-Abspieler.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 261 Beiträge
VLC 3.0: Support für 360-Grad-Videos und Chromecast

VLC 3.0

(Bild: VideoLAN Organization)

Nach langer Wartezeit hat das Team hinter der Open-Source-Wiedergabesoftware die Version 3.0.0 des VLC Media Players veröffentlicht (Download). Der koordinierte Release umfasst Plattformen von Android und iOS über Windows, Linux und macOS bis hin zu Chromebooks und Windows RT.

Dank der nun eingebauten Unterstützung von Googles Streaming-Lösung Chromecast lassen sich Videos inklusive DVDs per Stream an den heimischen Fernseher übertragen. Dazu muss die Software das Video zunächst konvertieren, was im ersten Praxistest aber keine Probleme bereitete.

VLC 3.0 spielt ein 8K-48fps-360°-Video auf einem Samsung Galaxy S8 ab

Der neue Unterbau der Software integriert Hardware-Dekoder auf vielen Plattformen, so dass selbst 8K-Videos mit geringer CPU-Belastung auf bestimmten Smartphones wie dem Samsung S8 abgespielt werden können. Ebenfalls neu ist die Unterstützung von 360-Grad-Fotos und -Videos sowie von HEVC-kodierten 4K-Videos mit 60 fps und High Dynamic Range (HDR). Für echte HDR-Wiedergabe ist allerdings die neueste Version vom Microsoft-Betriebssystem Windows 10 nötig.

Wer seine Videos im Heimnetzwerk speichert, kann diese nun direkt über Protokolle wie SMB, FTP oder NFS aufrufen und abspielen. Gleichzeitig sind auch Funktionen für Qualitätsenthusiasten integriert: So lassen sich HD-Audio-Codecs direkt an eine externe Anlage durchschleifen. Auch Blu-ray-Discs werden prinzipiell unterstützt – die Entschlüsselung der Videoinhalte muss aber außerhalb des VLC Media Players stattfinden.

VLC zeigt 8K mit 60 fps auf Windows 10.

Anzeige

Die Version mit dem Codenamen "Vetinari" soll über möglichst lange Zeit Support bekommen – die Versionen für die verschiedenen Plattformen bauen alle auf dem gleichen Code auf. Die Nachfolgeversion 4.0 soll zum Beispiel nicht mehr auf Windows XP und Vista oder Android-Versionen vor 4.0 laufen. (Torsten Kleinz) / (mfi)

Anzeige