Menü

Wiener Festival der Demoszene

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 41 Beiträge

Vom 4. bis 20. Juli 2008 veranstaltet der Verein [d]vision im Wiener MuseumsQuartier das internationale Computer-Animationsfestival realtime generation, das sich um die internationale Demoszene, deren Werke und Geschichte dreht. Im Eröffnungsvortrag am 4. Juli spricht Demoszene-Größe Michal 'bonzaj' Staniszewski über seine Konsolen-Hacks. Über die Festivaldauer hinweg informiert eine Ausstellung im Museumsquartier Freiraum über Geschichte, Kultur und Werk der Subkultur.

Zwei Podien am 5. und 19. Juli diskutieren die Entwicklung und die Rolle der Computerkünstler zwischen Kunst, Technik und Wissenschaft, und am 4., 18. und 19. Juli laufen Animationen und Demos auf einer Großleinwand im Hof 8. Eine Demoparty im Metalab vom 18. bis 20. Juli mit voraussichtlich 50 bis 100 Teilnehmern schließt das Festival ab – die digitale Einladung von Fairlight, ASD und Alcatraz ist über das Demoszene-Portal pouet.net erhältlich.

Weitere Details zum Festivalprogramm, zur Anreise und zu den Veranstaltungsorten finden sich auf der Website des Festivals. Wie der Veranstalter [d]vision mitteilt, wird das Festival außerdem auf einem Symposium vertreten sein, das im Rahmen der Wiener Computerspiele-Messe Game City vom 17. bis 19. Oktober 2008 stattfindet.

Demos sind digitale Kunstwerke, die Musik und Grafik in Echtzeit berechnen – oftmals mit grafisch aufwendigen Effekten. Die meisten Demos laufen auf PCs, auch wenn der Mac als aufstrebende Plattform gilt. Geboren wurde die Demoszene in den 1980er-Jahren auf dem Commodore 64 und Amiga, für die auch heute noch entwickelt wird. Andererseits werden ständig neue Plattformen erschlossen, dazu zählen mitunter sogar Oszilloskope.

Der Festivalveranstalter [d]vision sieht sich als Plattform für digitale Kultur. Seit der Gründung im Jahr 2000 als Projekt von Studierenden aus den Bereichen Film- und Medientheorie hat [d]vision beispielsweise die interdisziplinären Veranstaltungen electronic kindergarten und digitalBIEDERMEIER zu Medientheorie zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit sowie zur Computerspielekultur organisiert.

Siehe dazu auch:

(rek)

Anzeige
Anzeige